Coop steigert B2C-Online-Umsätze 2021 um 7 % auf CHF 1.3 Milliarden

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Heute veröffentlichte Coop an der Bilanzmedienkonferenz die detaillierten Ergebnisse der Online-Fachformate, nachdem zu Jahresbeginn die konsolidierten Zahlen publiziert wurden.

Online-Formate der Coop-Gruppe
Online-Formate der Coop-Gruppe — Quelle: coop.ch

Dabei hat der Online-Supermarkt Coop.ch (ehemals coop@home) um 14.6 % zulegen können und erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von rund CHF 266 Mio.

Gemäss den Ausführungen von Daniel Stucker, Leiter Direktion Trading und Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Coop, wurde im letzten Jahr insbesondere das Angebot der verschiedenen Theken (Fischtheke, Online Metzger, Bäckerei, Chäs Hüsli) rege genutzt: Im Vergleich zum Vorjahr wurde mit 300’000 Theken-Bestellungen (1.1 Mio. Auslieferungen insgesamt) eine Steigerung von fast 50 % erreicht. Auch im Bereich Nachhaltigkeit geht Coop.ch voran: Alle Transporte sind zu 100 % CO2-kompensiert.

Mit dem Umsatz von CHF 266 Mio. hat Coop im letzten Jahr Marktanteile an seine Mitbewerber Farmy und Migros Online (ehemals LeShop) verloren. Zusammen erzielten die drei einen Umsatz von CHF 628 Mio., was einem Wachstum von rund 20 % entspricht.

Im Bereich Heimelektronik (microspot.ch, nettoshop.ch und Sonstige) konnte Coop die Onlineumsätze um 5 % steigern auf CHF 841 Mio. Demzufolge teilt sich Coops B2C-Onlinegeschäft wie folgt auf (vgl. PDF-Dokumentation):

Onlineumsätze in Mio. CHF 2020 2021 Wachstum
Microspot 334 358 +7 %
Nettoshop 113 116 +3 %
Sonstige 354 367 +4 %
Total Heimelektronik 800 841 +5 %
Coop.ch* (ehemals coop@home) 232 266 +15 %
Diverse 207 224 +8 %
Total Coop Online B2C 1’239 1’330 +7 %
Total Coop Online B2B
(Grosshandel / Produktion)
1’362 1’624 +19 %

*) inklusive Mondovino

An der Medienkonferenz wurde der Umsatz von Microspot mit CHF 358 Mio.  (+7 %) als sehr positiv bewertet. Im Vergleich mit Mitbewerber Digitec.ch, der im letzten Jahr auf höherem Niveau um 5.5 % gewachsen ist, mag diese Aussage noch stimmen.

Da sich Microspot als Onlinewarenhaus positioniert, erscheint ein Vergleich mit Galaxus und BRACK angemessen. Bei diesem Vergleich kommt Microspot mit einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich schlechter weg: Galaxus verzeichnete ein Wachstum von 31 % (basierend auf unserer Schätzung des Splits zwischen digitec.ch und galaxus.ch), BRACK ebenfalls ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich (unsere Schätzung).

Hervorgehoben wurde bei Microspot, dass durch das Aufschalten von 16’000 Artikeln von Ochsner Sport sowie 11’000 Artikeln von Brütsch/Rüegger im letzten Jahr das Sortiment erheblich habe erweitert werden können. Ziel sei es, dieses bis Ende 2022 auf 1 Mio. Artikel zu erweitern.

Die Fachformate, die unter dem Namen «Diverse» oben in der Tabelle aufgeführt sind, konnten insgesamt um 8 % wachsen. Darin konsolidiert sind beispielsweise Coop Bau+Hobby/Jumbo, Coop City (seit November 2021), Christ Uhren & Schmuck, Bodyshop, Import Parfumerie, Lumimart, Livique sowie auch Betty Bossi.

Spezifisch auf einzelne Fachformaten wurde an der Medienkonferenz ebenfalls eingegangen. So zum Beispiel zu Livique (bis Ende 2018 Toptip): Die Neupositionierung ins mittlere Preissegment sei gelungen, auch habe das Verkaufsstellennetz optimiert werden können. Coop betonte an der Stelle, dass Livique inzwischen noch das letzte grosse Einrichtungshaus in Schweizer Händen sei. Dementsprechend wird dieses Verkaufsargument auch auf kommunikativer Ebene gespielt, beispielsweise mit der Swiss Collection, also einer Kollektion mit «Swiss Made»-Artikeln.

Zu Coop Bau+Hobby/Jumbo wurde das Rebranding von Coop Bau+Hobby zur Marke Jumbo per Anfang September 2022 angekündigt. Aktuell laufe das Integrationsprojekt.

Der Onlinehandel Grosshandel/Produktion (B2B) hat sich nach dem Corona-Jahr wieder etwas erholt und konnte das letztjährige negative Wachstum von fast 20 % wieder gut machen. Er ist mit CHF 1’624 Mio. wieder fast auf Niveau von 2019 (CHF 1’691 Mio.).



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