IKEA Schweiz startet Live-Shopping-Events

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Vergangenen Mittwoch hat IKEA seinen ersten Live-Shopping-Event für die Schweiz durchgeführt. Wir haben die Show gesehen und wollten von den Verantwortlichen wissen, warum und wie sie dieses neue Format gestartet haben.

Mit dem neuen Live-Shopping-Format möchte IKEA mit seinen Online-Kunden persönlich interagieren und Einrichtungskompetenz unter Beweis stellen. Das neue Live-Shopping-Programm würde die IKEA Omnichannel-Strategie sehr gut unterstützen, sagt Tobias Wottke, Digital Development & Data Management Leader bei IKEA Schweiz.

Des Weiteren böten nicht nur die Live-Shows an sich, sondern auch die Aufzeichnungen einen Mehrwert für Kundinnen und Kunden: Die Aufzeichnungen können auf der Website erneut angesehen werden, beim Entscheidungs- und Kaufprozess unterstützen und erhöhen zudem die Verweildauer im Onlineshop.

Im Unterschied zu anderen Unternehmen setzt IKEA als Ausgabekanal für die Shows nicht auf einen Social-Media-Kanal, wie Instagram, sondern auf die eigene Plattform. Wie auch in den anderen IKEA Märkten Österreich, Frankreich, Deutschland Belgien und Schweden, wo bereits erste Erfahrungen mit Live-Shopping gesammelt werden konnten, nutzt IKEA Schweiz die Technologie der Live-Video-Streaming-Plattform Bambuser.

Das Technologie-Unternehmen, das ebenfalls aus Schweden stammt, bietet eine SaaS-Lösung, die in die eigene Plattform integriert werden kann und ein Add-to-Cart-Feature anbietet, ohne dass der Stream verlassen werden muss. Bambuser verspricht auf seiner Website eine durchschnittliche Verweildauer von 13 Minuten und eine durchschnittliche «Add-to-Cart-Rate» von 31 %.

Konnte dieses Versprechen bei IKEA Schweiz eingelöst werden? Tobias Wottke nennt auf Anfrage keine Zahlen, sagt aber, dass die erste Show vergangenen Mittwoch die Erwartungen übertroffen habe. Konkrete KPIs hätten sie aber aufgrund fehlender Erfahrungswerte noch nicht definiert und würden erst in den nächsten Wochen und Monaten «tiefer einsteigen».

Für den Anfang plant IKEA alle zwei Wochen eine deutsche und französische Live-Show, die dann rotierend von einem Store umgesetzt wird. Die erste Show in Italienisch ist für Oktober/November geplant. Die Themen sind bis Ende Dezember definiert und auf jeden Fall solle Live-Shopping langfristig genutzt werden — ausser, die Kundinnen und Kunden würden eindeutig anderes Feedback geben.

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Hinter den Kulissen am ersten Live-Shopping-Event von IKEA Schweiz — Quelle: IKEA Schweiz

In der ersten Show wurden aus der IKEA Filiale in Dietlikon Möbel für den Arbeitsplatz vorgestellt und erklärt (wer sich schon immer gefragt hat, warum sich die Bürostühle auf Rollen so schlecht in der Wohnung herumschieben lassen, sollte die Show umso mehr schauen). Durchs Programm führten zwei junge Einrichtungsexpert*innen, die sich dafür freiwillig gemeldet hatten. IKEA Schweiz hat sich konzeptuell für einen dezentralen Ansatz entschieden, was bedeutet, dass sie ihre Einrichtungshäuser als primäre Produktionsorte nutzen und die Expert*innen vor Ort als Moderator*innen einplanen. Dies würde das Format nahbar und authentisch machen (keine künstliche Studioatmosphäre, keine Profi-Moderatoren) sowie Store-Mitarbeitenden neue, spannende Tätigkeitsfelder bieten.

Über die Shows informiert IKEA derzeit über ihre Owned Media Kanäle (Newsletter, Website & Social Media Kanäle). Bereits werde geprüft, welche Paid Media Ansätze geeignet wären um mehr Menschen zu den Live Shows einzuladen.

Hier kann die letzte Show im Replay nochmals angesehen werden.



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