Nachhaltigkeit oder doch Greenwashing / Greenwishing?

0
283

Im ersten Beitrag unserer Nachhaltigkeits-Serie sind wir darauf eingegangen, wie mit dem Versand und der Verpackung zu mehr Nachhaltigkeit beigetragen werden kann. Im zweiten Teil haben wir anhand von Best-Practice-Beispielen unterschiedliche Geschäftsmodelle beleuchtet.

In der Nachhaltigkeits-Debatte haben zwei neue Begriffe Einzug gefunden: Greenwashing und Greenwishing.

Greenwashing

Der Versuch von Unternehmen, sich ein «grünes» Image mit PR-Massnahmen zu verleihen, ohne dass es dafür eine ausreichende Grundlage gibt, wird als Greenwashing bezeichnet. Der Grat zwischen «tue Gutes und sprich darüber», auch wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt, hin zum Greenwashing ist ein schmaler.

Berichtet ein Unternehmen darüber, dass es neu umweltfreundliche Verpackungen einsetzt oder ein Teil des Umsatzes in nachhaltige Projekte investiert, wird es schnell kritisch beurteilt. Es kommen Fragen auf, wie die Massnahmen denn in eine langfristige Strategie eingebettet sind oder was mit einer anderen Produktlinie geschieht, die nicht in den nachhaltigen Verpackungen erhältlich ist?

Es ist wichtig, dass Konsumenten und auch Medien ein Auge darauf haben, welche Unternehmen systematisches Greenwashing betreiben. Daneben soll aber auch Luft bleiben für Unternehmen, die Stück für Stück nachhaltiger agieren wollen und sich über kleine Fortschritte und Verbesserungen freuen. Denn auch mit vielen kleinen Schritten kommt man zum Ziel.

Greenwishing

Neben dem Begriff des Greenwashing ist auch der Begriff Greenwishing entstanden. Dies bezeichnet die Tatsache, dass nicht jede Aktion eine Wirkung hat. Während beim Greenwashing der unterschwellige Vorwurf des Betruges mitschwingt, hat dieser Begriff mehr etwas von «gut gemeint heisst nicht gut gemacht».

Wir sind uns bewusst, dass wir in den Beiträgen zur Nachhaltigkeitsserie teilweise banale und kleine Massnahmen für mehr Nachhaltigkeit zeigen. Es liegt auch immer am Vergleich, ob etwas als nachhaltiger beurteilt wird. Zum Beispiel ist es immer nachhaltiger keinen Kaffee zu trinken als Kaffee zu trinken. Doch wenn man sich dafür entscheidet, Kaffee zu trinken, gibt es nachhaltigere und weniger nachhaltige alternativen.

Unter dem Strich gilt: Kleine Verbesserungen sind besser als keine Verbesserungen.  



Nichts mehr verpassen! Dann machen Sie es wie bereits aktuell 4'500 andere Leser. Verpassen Sie keinen Beitrag mehr und erhalten Sie jeden Sonntag ab 16 Uhr alle Artikel der aktuellen Woche per E-Mail bequem in Ihre Inbox geliefert.

Nur im Newsletter
Kuratierte Artikel rund um Digital Commerce sowie Digital Commerce Jobs.

E-Mail Adresse erfassen genügt.


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte fügen Sie ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie ihren Namen hier ein