Onlinehandel liegt Ende Q3 2022 noch 1.7% zurück – Drei Kategorien legen zu

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Die im August ausgerufene Trendwende zur Jahresmitte hat sich bestätigt, wie die neusten Zahlen des Distanzhandelsmonitors (GfK, HANDELSVERBAND.swiss, Post) für die Monate Januar-September 2022 zeigen. Während im ersten Halbjahr die Onlineumsätze im Jahresvergleich noch bei -6.1% gelegen haben, beträgt das Minus nach 9 Monaten nur noch 1.7%.
Startschuss zur Aufholjagd war im Mai, denn ab da waren die Umsätze wieder höher als in den Vorjahresmonaten. Zuletzt gab es im September ein Plus von 8.5%.

Im gleichen Zeitraum Q1-Q3 ist der Schweizer Detailhandel gemäss GfK Marktmonitor gesamthaft (On- und Offline) um 3.5 % geschrumpft – Nonfood -1.5% und Food-/Nearfood -4.8%. Folglich hat der Onlinehandel in einem rückläufigen Gesamtmarkt bereits wieder ein kleines Stückchen Marktanteil gewinnen können.

Q1-Q3 Distanzhandelsmonitor
Indexierte Monatsumsätze im Schweizer Onlinehandel im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat (Januar-September 2022) – Quelle: distanzhandel.ch

Ein genaueres Bild gibt der Blick in die Segmente. Online haben drei Kategorien zulegen können mit Multimedia/IT (+2.4%), Freizeit/Hobby/Spielwaren (+6.3%) und Übrige/Lebensmittel (+19%). Bemerkenswert ist der starke Online-Zuwachs bei den Lebensmitteln im schrumpfenden Food-/Nearfood Gesamtmarkt (siehe oben -4.8%). Wir dürfen also bereits jetzt gespannt sein auf die Performance der Zugpferde Migros Online, Coop.ch und Nespresso –  oder auch Farmy und Aldi-Now?

Weniger rosig schaut das Onlinegeschäft bei Fashion aus. Während GfK von Zuwächsen im Fashion-Gesamtmarkt spricht, liegen die kumulierten E-Commerce Umsätze im September 10.9% zurück. Da scheint der stationäre Handel ein ordentliches Stück zurückgewonnen zu haben.

Und wie entwickelt sich der Jahresabschluss im Q4 und das Weihnachtsgeschäft? Relevante Stimmen aus dem Markt berichten von einem enttäuschenden Oktober, sowohl online als auch offline. Die Monate November und Dezember sind schwierig vorauszusagen. Schlägt die Inflation mit hohen Energiepreisen und steigenden Mietkosten nun auch hierzulande auf die Konsumlaune und führt der heutige Black Friday zu einer noch stärkeren Vorverlagerung der Weihnachtseinkäufe? Wir werden’s sehen, so auch, ob der Onlinehandel auf der Zielgeraden auch die letzten 1.7 Prozentpunkte noch wettmachen kann.



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