Oktober 2009


E-Business&E-Commerce 31 Okt 2009 09:13 am

Media Markt verglich kürzlich in einem Zeitungsinserat seine Preise mit führenden Schweizer Onlinehändlern, darunter auch Microspot.ch und nettoshop.ch. Wie schnell man online reagieren kann, zeigt nettoshop.ch. Beim Händler für Weisswaren war das fragliche Produkt schon kurze Zeit nach Erscheinen des Inserates günstiger als bei Media Markt erhältlich – notabene inklusive Versandkosten.

Microspot.ch schlägt nun mit den selben Waffen zurück und veröffentlichte am 29.10. ein Inserat in 20-Minuten mit einem direkten Tiefstpreis-Vergleich.

Preisvergleich von microspot.ch mit Media Markt in 20 Minuten

Preisvergleich von microspot.ch mit Media Markt in 20 Minuten

Einen weiteren Seitenhieb gab’s kürzlich auch online auf der Startseite von microspot.ch. Dort prangte ein Banner mit der Aufschrift “verursachen Sie keinen Stau” (Screenshot fehlt leider – falls jemand noch einen hat, bitte melden).

Danke an @mpolzin für das Bild und den Hinweis.


Verwandte Beiträge:

E-Business&E-Commerce 20 Okt 2009 04:35 pm

http://letsbuyit.comWer erinnert sich nicht an die Werbespots mit den Ameisen, die zusammen einkaufen und sich damit Preisvorteile erschafften (so zumindest die Theorie). Das war zu Zeiten des Internethypes Anfangs dieses Jahrtausends. Genau so fulminant wie letsbuyit.com aufgetreten ist, genau so sang- & klanglos sind sie wieder von der Bildfläche verschwunden.

Bis vor 1 Monat - nun sind die Ameisen zurück und positionieren sich als “erste unabhängige Shoppingseite im Internet, die die Funktionen eines Preisvergleichs mit den Vorteilen einer Community vereint” (gem. Communiqué).

Nun das ist ja nicht wirklich neu. Sociale Shopping Sites gibt es doch schon einige, auch mit Crowd-Sourcing und Preisvergleichen wie z.B. Preisrevier oder Dealjäger. Vom neuen User-Interface her gibt’s ein paar solide Ansätze, wie beispielsweise die sog. 3D-ShoppingWall oder der grafisch aufbereitete Preisverlauf.  Grundsätzlich jedoch nichts atemberaubendes.

Für letsbuyit.com spricht, dass es nach wie vor ein starker Brand ist – zumindest für diejenigen, die sich an die ursprüngliche Version erinnern können. Wer mehr über die “early days” von letsbuyit.com erfahren will, für die gibts drüben bei update2.blog.de einen guten Rückblick. V.a. lesenswert sind auch die Gerichtsentscheide zum damaligen Preismodell.

Das neue Businessmodell beinhaltet keine Preisvorteile mehr durch gemeinsames Einkaufen sondern konzentriert sich auf die User-Generated-Beratung verbunden mit einem Preisvergleich. Angeschlossen sind derzeit 160 Shops, die in den Sortimens- und Preisvergleich miteinbezogen werden.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob das neue letsbuyit.com funktioniert. Der Preisvorteil ist weg und Social-Shopping-, Empfehlungs- und Preisvergleichs-Sites gibt es schon einige. Vor allem auch, weil es unter den angeschlossenen Shops wenige mit emotionalen Produkten wie Kleidung oder Möbel hat. Und gerade in diesem Bereich haben sich Social-Sites wie Polyvore, Smatch oder Stylefruits einen Namen gemacht. Bei den letsbuyit.com Shops geht es v.a. um den knallharten Preisvergleich, und den gibt’s anderswo schon.  Mir fehlt da die Differenzierungsstrategie und der Überraschungseffekt.

Und so sehen das die CEOs von letsbuyit.com:


Verwandte Beiträge:

E-Business&E-Commerce 19 Okt 2009 11:27 pm

Diese dramatische – wenn gleich nicht ganz unerwartete – Neuigkeit wurde vor rund einer Stunde von der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Für die Quelle-Muttergesellschaft Primondo konnte kein Käufer gefunden werden,  7’000 Personen werden damit ihren Job verlieren.

Erste Anzeichen, dass Quelle so enden wird, gab es zuletzt vor wenigen Tagen. Über Twitter wurde berichtet, dass Quelle die Warenbestellungen für den Sommerkatalog gestoppt habe.


Verwandte Beiträge:

E-Business&E-Commerce 19 Okt 2009 05:56 pm

Wie inside-it heute berichtet, ist die kostenlose SBB iPhone Applikation für das Nachschlagen im Fahrplan wie auch dem mobilen Billettkauf nicht mehr online. Gem. Recherchen von inside-it geben sich die Verantwortlichen bedeckt.

Es wird vermutet, dass die Freischaltung der “In App Purchase” Funktion für kostenlose Applikationen vom vergangenen Donnerstag Grund für die Entfernung von kostenlosen iApps sei. Demnach soll Apple gratis Applikationen aus dem iTunes AppStore entfernen, die mobile Umsätze ermöglichen, jedoch nicht die Apple eigene Abrechnungs-Plattform benutzen. Denn Apple beteiligt sich gerne am Umsatz – über “In App Purchase” mutmasslich mit 30% - und dürfte keine Freude daran haben, wer mit kostenlosen iApps Umsatz macht, den Konzern aus Cupertino jedoch nicht daran beteiligt. Anderseits kann sich kein Onlinehändler leisten, 30 Umsatzprozente an eine Abrechnungsplattform abzugeben.

Noch sind mir bekannte Onlineshopping Anwendungen aufgeschaltet, wie lange noch? Oder ist das ganze doch nur ein Sturm im Wasserglas?


Verwandte Beiträge:

E-Business&E-Commerce 16 Okt 2009 04:11 pm

Das Smashing-Magazine publizierte kürzlich die 15 häufigsten Fehler im E-Commerce und was dagegen getan werden kann.

Aus meiner Erfahrung kann ich diese Liste kommentarlos übernehmen und widergeben:

  1. Produktbezeichnungen fehlerhaft oder zu wenig detailliert
  2. Kontaktinformationen versteckt oder nicht vorhanden
  3. Checkout-Prozess zu lange oder zu kompliziert
  4. Registrierung vor der Bestellung notwendig
  5. Ungenügende Suchfunktionalitäten
  6. Unzulängliche Kundendienst-Möglichkeiten
  7. Zu kleine Produktbebilderungen
  8. Nur ein Bild pro Produkt
  9. Untaugliche Warenkorb-Funktionalitäten
  10. Nicht akzeptierte Zahlungsoptionen
  11. Keine Produktempfehlungen
  12. Irritierende Navigation
  13. Versteckte Versand- und Verpackungskosten
  14. Nicht sichtbare oder nicht vorhandene AGBs
  15. Das Produkt und der Verkaufsprozess ist nicht im Mittelpunkt

Dem hinzuzufügen wären noch folgende Punkte, die u.a. den Gesamtkontext des E-Commerce betreffen:

  • Onlinevertrieb ist nicht in unternehmensweites Vertriebs-, Kommunikations- und Marketing-Konzept eingebunden
  • Produktsortiment ist nicht E-Commerce fähig
  • Indexierung des Shopangebots durch Suchmaschinen unmöglich
  • Präsentation von Produkt, Sortiment etc. sowie Shop-Technologie ist nicht suchmaschinen-optimiert
  • Prozesse sind nicht optimal abgestimmt (von Einkauf über Fulfilment bis zu Logistik und After-Sales)
  • Fehlende Skalierbarkeit der Lösung
  • Technologische Mängel (Performance, Kompatibilität zu Browser und Endgeräte, Schnittstellen etc.)
  • Kein Einbezug von Sozialen Medien und Social-Commerce Komponenten
  • Falsche oder fehlende Kooperationsoptionen (Affiliates, White-Labellings, Loyalitätsprogramme)
  • und einiges mehr, was mir jetzt off-hand nicht gleich einfällt.

Der Originalbeitrag bei Smashing-Magazin listet zu den 15 ersten Punkten weiterführende Erklärungen und dokumentiert Beispiele, die Abhilfe schaffen.


Verwandte Beiträge:

E-Business&E-Commerce 16 Okt 2009 03:24 pm

Die Hinweise verdichten sich, dass Media Markt im nächsten Jahr wieder mit einem Online-Verkaufskanal an den Start gehen wird. Evtl. als Warm-Up staunte ich nicht schlecht, dass im gestrigen Tages-Anzeiger (einer der grössten Schweizer Tageszeitungen) ein sich über vier volle Seiten erstreckendes Inserat (Download als PDF) in gewohnter tiefroter Mediamarkt-Manier erschien.

Wohl um die Frequenz in die eigenen Grossfachmärkte zu sichern, werden Produktpreise im Inserat nicht nur mit Flyern der Konkurrenz verglichen, sondern im Falle von Digitec und NettoShop explizit auch zwei konkurrenzierende Onlinehändler.

Vergleich mit Online-Angebot von nettoshop.ch

Vergleich mit Online-Angebot von nettoshop.ch

Es sind u.a. genau diese Onlinehändler, die von den Herstellern wegen den Tiefpreisen immer wieder unter Druck gesetzt werden, die der stationäre Tiefpreis-Vertreter nun für den Vergleich heranzieht. Es entzieht sich meiner Kennntis, ob nettoshop.ch aufgrund des Inserates den Preis reduziet hat – heute ist das Produkt jedoch billiger als bei Media Markt erhältlich, inklusive Lieferung nach Hause.

Media Markt scheint in der Schweiz wohl die Online-Konkurrenz zu spüren. Nach wie vor wird die Tiefpreis-Garantie propagiert – diese ist jedoch auf die Region eingeschränkt. Wie Media Markt wohl Onlinehändler regional eingrenzen will?

Tiefpreis-Garantie ist regional eingeschränkt

Tiefpreis-Garantie ist regional eingeschränkt


Verwandte Beiträge:

E-Business&E-Commerce 06 Okt 2009 08:33 am

In diesem Jahr sollen in den USA erstmals die Onlineumsätze um ca. 1.5 % sinken gemäss dem “Global B2C E-Commerce-Report” von yStats.com. Anders sehen die Prognosen für Europa aus, wo immer noch mit zweistelligen Zuwachsraten gerechnet werden darf.

So werden u.a. vorausgesagt für

  • Deutschland: + 13%
  • Grossbritanien:  +17%
  • Frankreich: +24%

Bei der Anzahl Internet-User stellt sich langsam eine Sättigung ein, nicht ganz unerwartet. Hat doch die Penetration in diesem Bereich in einzelnen Ländern die 90% Grenze überschritten. Der Anteil an Internet-User, die auch online einkaufen, nimmt v.a. in Osteuropa weiterhin stark zu, während Japan sich dem Trend zum mobile Shopping verschrieben hat. Dort sollen bereits 20% des E-Commerce Umsatzes mobil erzielt werden.


Verwandte Beiträge:

E-Business&E-Commerce 02 Okt 2009 11:41 am

In den letzten Tagen wurden verschiedene Onlineshops in Deutschland ausgezeichnet – hier eine Auswahl davon:


Verwandte Beiträge: