Twint: Aus dem Schweizer Onlinehandel nicht mehr wegzudenken

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Twint ist hierzulande eine sehr beliebte Zahlungsmöglichkeit geworden und unter den mobilen Bezahlmöglichkeiten (Apple Pay, Samsung Pay) sogar mit Abstand am beliebtesten: Das Zahlungsmittel zählt über 5 Millionen aktive Nutzerinnen und Nutzer und im letzten Jahr haben die Schweizerinnen und Schweizer insgesamt 590 Millionen Transaktionen mit Twint getätigt. An der Ladenkasse seien dabei fast doppelt so viele Zahlungen mit Twint vorgenommen worden wie im Vorjahr, heisst es in der Medienmitteilung.

Zuerst verspottet, jetzt beliebt

Dass Twint irgendwann so beliebt sein würde, daran haben viele nicht geglaubt, auch wir durften mit dem heutigen Erfolg eines Besseren belehrt werden, hatten wir doch in ebendiesem Blog 2017 Twint als «Rohrkrepierer» bezeichnet, was noch heute nachhallt und uns sogar eine Erwähnung in einem aktuellen 20 Minuten Artikel einbrachte.

In der neusten Medienmitteilung wurde der Fokus auf Twints Erfolg im stationären Handel gelegt, aber Twint erfreut sich längst auch im Onlinehandel grosser Beliebtheit und ist bei den Konsumenten hoch im Kurs: Dies zeigt auch die aktuellste Konsumentenbefragung der Post, bei der 52% der Befragten angaben, Twint als Zahlungsart zu bevorzugen – als drittbeliebtestes Zahlungsmittel nach Kreditkarte und Rechnung.

Konsumentinnen und Konsumenten bevorzugen Twint mit Abstand vor anderen mobilen Zahlungsmöglichkeiten im Onlinehandel — Quelle: Stimmungsbarometer der Post 2023

Dass Twint im Vergleich zu beispielsweise Kreditkarte beim Onlineshopping überaus nutzerfreundlich und bequem ist dürfte erheblich dazu beitragen. Und so hat Twint heute eine sehr grosse Nutzerbasis und hohe Akzeptanz bei einer Vielzahl an Konsumentinnen und Konsumenten in verschiedenen Altersgruppen.

Bei grössten Onlinehändlern die Nummer eins oder auf dem Weg dazu

Auch bei den grössten Schweizer Onlinehändlern wird Twint rege genutzt. So wissen wir, dass sich Twint bei diesen inzwischen zu einem wichtigen Zahlungsmittel entwickelt hat und weiter wächst, bei manchen gar die überaus beliebten anderen Zahlungsarten Zahlung auf Rechnung oder mit Kreditkarte bereits abgelöst hat oder schrittweise auf dem Weg dazu ist.

Zu unterscheiden ist hier sicher noch nach dem Angebot der Onlinehändler, vor allem bei der Kategorie Fashion – respektive bei Kategorien mit hoher Retourenquote – hält sich Zahlung auf Rechnung noch stark, da die Konsumenten bei dieser Zahlungsmöglichkeit mehr Kontrolle haben und nicht in eine Vorleistung gehen müssen für Ware, die sie am Ende doch nicht kaufen.

Lokalisierungs-Faktor bei ausländischen Shops

Auffällig ist auch, dass Twint häufig auch von ausländischen Onlinehändlern angeboten wird. Und zwar besonders von solchen Händlern, die sich stark um Lokalisierung bemühen: So bietet etwa Zalando seit 2022 Twint an und sogar in der Shopping App Temu kann mit Twint bezahlt werden. Warum Amazon Twint noch nicht entdeckt hat, ist uns ein Rätsel, aber was nicht ist, kann ja noch werden, zumal wir sowieso davon ausgehen, dass Amazon sich dieses Jahr, was die UX angeht, nochmal mehr Mühe gibt in der Schweiz (s. unsere Hypothesen für den Handel 2024).

BNPL wird weiter ausgerollt

Twint jedenfalls gibt weiter Gas: Neue Funktionen seien geplant, wie etwa neue iOS-Widgets, die es Nutzerinnen ermöglichen, direkt vom Sperrbildschirm des Smartphones mit nur einem Klick zu bezahlen. Aber auch im Onlinehandel wird weiter ausgebaut: Die Funktion Später Bezahlen in der Twint-App (BNPL; buy now pay later), die im Jahr 2023 lanciert wurde, soll 2024 bei immer mehr Onlineshops verfügbar sein, sagte Twint gegenüber 20 Minuten.



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