Deutsche Discounter drängen ins Web

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Die Welt-Online hat gestern einen ausgezeichneten Artikel über die Deutschen Discounter publiziert und deren Engagement im E-Commerce.

Mit Ausnahme von Aldi liefern sich Lidl, Plus, Schlecker und auch der Penny-Markt eine Schlacht um die billigsten Angebote im Lebensmittelbereich.

Angebote wie diese stellen den stärksten Trend im deutschen Einzelhandel dar: Selbst das billigste Segment der Branche, der Discount, setzt inzwischen auf das Geschäft außerhalb der Geschäfte. Plus.de, Lidl.de oder Schlecker.de – immer mehr Billiganbieter nutzen das Internet nicht mehr nur als elektronisches Schaufenster für ihre Waren. Inzwischen können Kunden bei vielen Anbietern aus einem großen Sortiment bestellen. „Der Trend hat im vergangenen Herbst enorm an Kraft gewonnen“, sagt Christoph Schwarzl, Handelsexperte bei der Managementberatung Accenture. Denn die Gefahr ist groß, dass diejenigen Einzelhändler den Trend verpassen, die jetzt zu vorsichtig und zu langsam sind.

Warum Aldi noch nicht in das Rennen eingestiegen ist glaubt die „Welt“ zu kennen. Man ringe intern noch mit einem verlässlichen Konzept, da die bis anhin herrschende Gebietsaufteilung zwischen den Gebrüder Albrecht in Aldi Nord und Aldi Süd mit dem Onlineshop nicht mehr funktionieren würde.

Neuer Massenmarkt: Medikamene

Die Schweizer Versandhandelsapotheke Zur Rose ist ein Pionier im Geschäft mit dem Olineversand von Medikamenten und arbeitet seit längerem mit den grossen Schweizer Krankenversicherern zusammen. Zur Rose ist auch in Deutschland aktiv und arbeitet mit Plus.de zusammen. Die Ergebnisse der ersten vier Monate hätten alle Erwartungen absolut erfüllt, heisst es denn auch von Plus.de.

Auch Quelle ist vor wenigen Wochen mit einer eigenen Versandhandelsapotheke in diesem lukrativen Markt eingestiegen.

Markteintritt in der Schweiz

Aldi ist nun doch seit einiger Zeit mit einem eigenen Filialnetz in der Schweiz vertreten. Der Start von Lidl steht demnächst bevor. Mit Lidl wird nun erstmals ein Deutscher Discounter aktiv in der Schweiz, der auch über ein entsprechendes Onlineangebot verfügt. Man darf gespannt sein, wie die beiden Detailhändler Coop und Migros mit LeShop auch im Onlinegeschäft darauf reagieren.



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützte Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig . Am Mittwoch 17. November hat Thomas Lang für immer die Augen geschlossen.

2 KOMMENTARE

  1. Als Fan (und regelmässiger Kunde) von Leshop.ch hoffe ich, dass solche Angebote zwar zu einer gesunden Konkurrenz in der Schweiz führen werden – aber gleichzeitig, dass Leshop mittlerweile genug stark ist, um den Sklaventreiber-Firmen die Stirn zu bieten.

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