Würgt Apple den Mobile-Commerce ab?

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Wie inside-it heute berichtet, ist die kostenlose SBB iPhone Applikation für das Nachschlagen im Fahrplan wie auch dem mobilen Billettkauf nicht mehr online. Gem. Recherchen von inside-it geben sich die Verantwortlichen bedeckt.

Es wird vermutet, dass die Freischaltung der „In App Purchase“ Funktion für kostenlose Applikationen vom vergangenen Donnerstag Grund für die Entfernung von kostenlosen iApps sei. Demnach soll Apple gratis Applikationen aus dem iTunes AppStore entfernen, die mobile Umsätze ermöglichen, jedoch nicht die Apple eigene Abrechnungs-Plattform benutzen. Denn Apple beteiligt sich gerne am Umsatz – über „In App Purchase“ mutmasslich mit 30% – und dürfte keine Freude daran haben, wer mit kostenlosen iApps Umsatz macht, den Konzern aus Cupertino jedoch nicht daran beteiligt. Anderseits kann sich kein Onlinehändler leisten, 30 Umsatzprozente an eine Abrechnungsplattform abzugeben.

Noch sind mir bekannte Onlineshopping Anwendungen aufgeschaltet, wie lange noch? Oder ist das ganze doch nur ein Sturm im Wasserglas?


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Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Referent an intl. Konferenzen zum Thema E-Commerce und Digitale Transformation im Handel.

4 COMMENTS

  1. Ehrlich gesagt habe ich damit gerechnet, dass es irgendwann zu dieser Entwicklung kommt. Das Apple die Umsätze über Apps nicht „spurlos“ an sich vorübergehen lassen möchte ist bisher ja auch bekannt gewesen. So zumindest die Aussagen, die wir von App Entwicklern erhalten haben. Wie z.B. Coop@Home zugelassen werden konnte ist einigen Entwicklern ein Rätsel gewesen. Diese Unsicherheit hat uns bei Brack/DayDeal dazu bewogen in diesem Umfeld „noch“ nicht tätig zu werden. Denn eine App für einige tausend CHF entwickeln zu lassen um dann von Apple nicht „genommen“ zu werden ist doch ein beachtliches Risiko. Sollte Apple auf astronimischen Gebühren bestehen, wird kein Onlinehändler dieser Erde dort eine verkaufende App einstellen. In unserem Business wären 3% schon zu viel – warum werden denn bei anderen Shops die KK Gebühren von 2 bis 2,5% schon drauf geschlagen? Die Margen geben das einfach nicht her. Ich hoffe Apple wird mit E-Tailern das Gespräch suchen und eine klare und tragbare Lösung formulieren. Mit dieser Sicherheit im Rücken kann es auch im M-Commerce weiter vorwärts gehen.

  2. Danke für diese Einschätzung Malte. Das erklärt auch, warum es bis anhin doch noch sehr wenige E-Commerce Apps für das iPhone gibt. Gut möglich, dass einige von denen bereits in der Apple-Freigabe hängen blieben.

    Bin gespannt, wie sich das in diesem Bereich weiter entwickelt.

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