Neckermann (Schweiz) entschied bereits im letzten Jahr, keine Kataloge mehr zu drucken und ausschliesslich online zu verkaufen. Otto meldete vergangene Woche, dass mittlerweile mehr als jeder zweite Euro im E-Commerce erzielt wird.
Otto legte online um 38 Prozent zu und erzielte im E-Commerce einen Umsatz von EUR 850 Mio. Für Zahlenakrobaten sind das täglich EUR 2.3 Mio. oder EUR 100’000 pro Stunde. Otto hat sich soeben auch den Vente-Privée-Anbieter Limango unter den Nagel gerissen und will als erster Versandhändler gross ins Clubshopping einsteigen.
Nun will sich auch Quelle in Zukunft voll auf den Onlinevertriebskanal konzentrieren. Das vergangene Geschäftsjahr, das am 30.9.08 endete, brachte einen Zuwachs um 22 Prozent und einen Onlineumsatz von EUR 1.1 Mrd. Das Weihnachtsgeschäft lag gar um 38% höher als im Vorjahr.
Quelle will nun umstrukturieren und alle Prozesse konsequent auf E-Commerce ausrichten. Zwar will man weiterhin Kataloge drucken, jedoch nur noch mit Teilsortiment und auf das Onlineangebot verweisen. Quelle gewinnt mehr als die Hälfte der Neukunden über das Web und 40% aller Bestellungen würden online generiert.
„Die rückläufigen Umsätze im klassischen Katalog-Geschäft und im stationären Handel würden von den hohen Zuwächsen im elektronischen Geschäft (E-Commerce) mehr als wettgemacht“ hieß es.
Schön, dass diese Erkenntnis endlich auch bei den Versandhändlern angekommen ist – zumindest in Deutschland.