Nachhaltigkeits-Trend: Run auf Occasions-Handys und -Kleidung

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Für immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten ist das Thema Nachhaltigkeit zum wichtigen Kriterium bei der Kaufentscheidung geworden.

Hersteller und Händler reagieren darauf – dies auf unterschiedlichen Ebenen, wie beim Geschäftsmodell, dem Sortiment oder im Fulfillment, was wir bereits in einem früheren Blogbeitrag zusammengefasst haben.

In den letzten Tagen haben uns wiederum News zu diesem Thema erreicht, denen wir uns in diesem Beitrag widmen.

Run auf Occasions-Handys bei Digitec Galaxus

Dass Digitec Galaxus das Thema Nachhaltigkeit ernst nehmen, haben sie bereits durch mehrere Initiativen bewiesen. So haben sie beispielsweise per Juni dieses Jahres den CO2-neutralen Einkauf möglich gemacht: Die Kundin kann neu im Checkout auswählen, ob sie ihren Einkauf mit einer freiwilligen CO2-Abgabe kompensieren möchte. Das zugrundeliegende Berechnungsmodell berücksichtigt die gesamte Wertschöpfungskette, so der Onlinehändler.

Weil nachhaltiger Konsum eben auch bedeutet, gekaufte Produkte so lange wie nur möglich zu nutzen, hat Digitec Galaxus im Januar 2019 gebrauchte Handys ins Sortiment aufgenommen.

Ein Smartphone wird für den Occasions-Verkauf wiederaufbereitet (Quelle: Digitec Galauxs)

Letzte Woche hat Digitec Galaxus erste Erfahrungen mit dieser Initiative publiziert: Es zeige sich, dass insbesondere Frauen und ältere Kund*innen von den Occasions-Handys angetan seien. Eine mögliche Erklärung für diese Statistik sei, dass Frauen gemäss Studien im Schnitt nachhaltiger einkaufen. Die am meisten verkaufte Marke bei den gebrauchten Smartphones ist übrigens Apple.

Bei der aktuellen Entwicklung und dem sich abzeichnenden Run auf die Occcasions-Handys rechnet Digitec Galaxus damit, dass diese im laufenden Jahr bereits knapp ein Prozent des gesamten Smartphone-Umsatzes ausmachen werden. Das entspreche mehreren Tausend verkauften Geräten. Und das sei erst der Anfang, prognostiziert Stefan Franchi, Handy-Chefeinkäufer bei Digitec Galaxus:

«In zwei Jahren rechnen wir mit einem Umsatzanteil von zwei bis drei Prozent»

H&M setzt auf Fashion-Resale

Auch im Fashion-Bereich steigt der Konsumentenwunsch nach nachhaltigerem Umgang mit Ressourcen – wobei insbesondere Fast-Fashion und nachhaltiger Ressourcenverbrauch nicht widerspruchslos in einem Satz nebeneinander stehen können.

Das weiss auch der schwedische Textilkonzern H&M. Seit 2015 ist der Fast-Fashion-Konzern bei Sellpy, einer schwedischen Secondhand-Kleider-Plattform, investiert und inzwischen Hauptaktionär.

Diesen Sommer startete die Plattform mit Sellpy.de in Deutschland. Auch ein Markteintritt in die Schweiz sei nicht auszuschliessen, meinte H&M-Schweiz-Sprecherin Sileia Urech kürzlich gegenüber der Handelszeitung.

Rein selbstlose Beweggründe für diese Hinwendung zum Fashion-Resale, wird H&M jedoch nicht haben. Wir gehen davon aus, dass sich die Modekette aus vielen anderen Gründen beteiligte. Besonders spannend dürften für sie die Nutzerdaten zum Kaufverhalten bei Sellpy sein. Unsere Einschätzung zum Secondhand-Trend in der Modeindustrie können Sie in der SRF-Informationsseundug “Rendez-vous” nachhören.

Digital Commerce Award 2020 – Neue Kategorie Nachhaltigkeit

Auch an unserer Digital Commerce Award-Verleihung am 15. September spielt Nachhaltigkeit eine Rolle: In unserer neuen Award-Kategorie Nachhaltigkeit sind folgende Onlineshops nominiert:

  • delinat.com
  • farmy.ch
  • kidis.ch
  • rrrevolve.ch
  • shavejack.ch

Seien Sie dabei, wenn der Sieger an der feierlichen Verleihung bekanntgegeben wird. Tickets für den Event und die vorhergehende Connect – Digital Commerce Conference gibt es hier.



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