Studie Multioptionaler Versand

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In der Studie Multioptionaler Versand von Quickpac wurden die 250 Umsatzstärksten Onlineshops der Schweiz im Bezug auf ihre Versandangebote untersucht. Dies in Form eines Desk Research, dazu wurden Musterbestellungen getätigt sowie Versandbestimmungen und AGB studiert.

Erwähnung der Paketdienstleistenden und Liefergeschwindigkeit

Über die Hälfte der Onlineshopbetreibenden geben an, mit welchen Paketdienstleistern die Pakete versendet werden. Dominierende Paketdienstleisterin ist dabei die Post, 50 Prozent der Onlineshops welche ihre Dienstleistenden nennen, führen diese auf. Mit 7.6 Prozent der Nennungen folgt DHL, DPD liegt mit 6.8 Prozent der Nennungen auf Platz 3 (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1: Nennung der Paketdienstleistenden – Quelle: Studie Multioptionaler Versand 2021

Die Liefergeschwindigkeit wird von beinahe allen Onlineshops angegeben. Denn die Liefergeschwindigkeit stellt bei vielen der Handelnden ein Verkaufsargument dar, welches prominent herausgestrichen wird. Knapp die Hälfte der Onlineshops liefert innerhalb eines Tages oder schneller aus. Die andere Hälfte benötigt sicher länger als zwei Tage, wovon bei 2 Prozent die Liefergeschwindigkeit unklar bleibt.

Abbildung 2: Nennung der Liefergeschwindigkeit – Quelle: Studie Multioptionaler Versand 2021

Dass Transparenz in Bezug auf Paketdienstleistende und Liefergeschwindigkeit Glaubwürdigkeit schafft, erklärt Bernard Germanier, Geschäftsführervon Quickpac:

Je transparenter die Angaben in einem Shop, desto kundenfreundlicher. Insbesondere junge Konsument:innen stellen hohe Ansprüche an Flexibilität und Nachhaltigkeit in der Lieferung ihrer Bestellungen. Transparenz schafft da Glaubwürdigkeit.

Verzicht auf Versandkosten

Insgesamt verzichtet jeder vierte Onlineshopbetreibende auf die Erhebung von Versandkosten. Dabei konnte die Studie keinen Zusammenhang zwischen dem Erheben, resp. nicht-Erheben von Versandkosten und der Liefergeschwindigkeit aufzeigen.

Wie die Versandkosten gehandhabt werden, hängt eher mit der Branche und der (mutmasslichen) Warenkorbgrösse zusammen. Besonders häufig auf Versandkosten verzichten mit jeweils 40 Prozent Anteil die Branchen Elektronik sowie Medien. Etwas über ein Drittel der Anbietenden in der Kategorie Leder & Schuhe erhebt keine Versandkosten, gefolgt von einem Viertel in der Branche Möbel & Haushalt (vgl. Abbildung 3).

Der Verzicht darauf, die Lieferkosten an die Besteller:innen weiterzugeben, ist eine der Möglichkeiten, sich zu differenzieren,

führt Bernard Germanier aus und ergänzt:

Je höher die Wettbewerbsintensität in einer Branche, desto eher locken die Shops mit solchen Vorteilen Käufer:innen an.

Abbildung 3: Verzicht auf Versandkosten nach Branche – Quelle: Studie Multioptionaler Versand 2021

Besonders häufig auf das Erheben der Versandkosten verzichten die umsatzstärksten Onlineshops. Von den Top 10 Onlineshops versenden 56 Prozent ohne Versandgebühren zu erheben. Bei den Top 11-50 halbiert sich dieser Anteil auf 28 Prozent, die ohne Gebühren versenden (vgl. Abbildung 4).

Abbildung 4: Verzicht auf Versandkosten nach Grösse – Quelle: Studie Multioptionaler Versand 2021


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