Deutsche Drogeriemärkte expandieren online in die Schweiz

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dm, Müller und Rossmann beherrschen den deutschen Drogeriemarkt. Bislang gibt es von den Dreien nur Müller stationär in der Schweiz wie auch Online, da jedoch nur mit Filialabholungen.

Heute kündigte Galaxus an, dm in die Schweiz zu bringen in einer exklusiven Partnerschaft mit dem umsatzstärksten Drogerieunternehmen Deutschlands.

Ab sofort verkauft Galaxus rund 300 Produkte der beliebten dm-Marken in seinem Shop. Dabei handelt es sich um die in der Schweiz begehrten Beauty-Eigenmarken des deutschen Drogerieunternehmens (…)

Ein kontinuierlicher Ausbau des Sortiments mit weiteren dm-Produkten bis Ende des Jahres ist geplant

dm Eigenprodukte bei Galaxus - Screenshot: Carpathia AG
dm Eigenprodukte bei Galaxus – Screenshot: Carpathia AG

Rossmann bei Brack und Denner

Bereits seit dem vergangenen Jahr vertreibt Rossmann 80% seiner Eigenmarken exklusiv über den Onlinehändler Brack.ch – die restlichen 20% gibt es auch bei Denner, wie es Anfangs 2020 in der Handelszeitung hiess.

Beide deutschen Drogerie-Schwergewichte, dm und Rossmann, zeigen sich zurückhaltend mit einer stationären Expansion in die Schweiz. Oft angeführte Gründe; geeignete und bezahlbare Flächen seien schwierig zu bekommen. Zudem sind die Kostenstrukturen gänzlich anders als in Deutschland.

Daher ist es wenig verwunderlich, dass nachdem sich Brack 2020 Rossmann exklusiv gesichert hat, nun Galaxus nachzieht und mit dm eine exklusive Partnerschaft eingegangen ist. Damit bleibt für die restlichen Schweizer Onlinehandelsplattformen kaum noch etwas übrig aus dem deutschen Markt, sofern die Exklusivität garantiert ist.

Die Schweizer Drogisten und der Preisdruck für Drogerieprodukte dürften damit noch verstärkter unter Druck kommen und der beliebte Einkauf gerade für Drogerieprodukte im grenznahen Ausland könnte sich etwas reduzieren, was aus ökologischer Sicht nur zu begrüssen ist. Insofern tut hier der Onlinehandel zusätzlich erneut etwas gegen den Klimawandel 😉



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

3 KOMMENTARE

  1. Aber ob man sich bei einem so aufmerksamkeitsstarken Thema mit den Preisen einen Gefallen getan hat?
    Alverde Shampo Bio-Malve zu SFr. 6.00, bei dm selbst für EUR 2.45.
    Balea Tagescreme Beauty Effect zu SFr. 12.00, bei dm für EUR 5.95.
    Und das quer durch das ganze Sortiment.

    Mal sehen, wie sich die Preispolitik bei Galaxus entwickelt. Oder ob der Schweizer Kunde wirklich bereit ist, auf diesem Weg für die dm-Handelsmarken das Doppelte zu zahlen.

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