Dass auch Onlineshops mit Newslettern Neuigkeiten, Sonderangebote und anderes ankündigen sollen, das liegt auf der Hand. Dieses Medium ist etabliert und vor allem die bestehende Kundschaft kann damit optimal “bei Laune” gehalten werden.

Und wie sieht es mit Neuabonnenten aus? Wer sich einfach nur für das Sortiment eines Shops interessiert und regelmässig über Neuigkeiten informiert werden möchte, der sollte sich doch auch einfach einen Newsletter abonnieren können – oder?

Ich habe das heute bei coop@home versucht, der Nummer 2 im Schweizer Onlinelebensmittelhandel. Nach längerem Suchen, wo der Newsletter denn zu abonnieren sei, hab ich’s endlich  gefunden; gut versteckt in der Fusszeile.

Aber weit gefehlt – es gibt kein reines Newsletter-Abonnement. Ich muss gleich ein Kundenkonto eröffnen, damit ich überhaupt “Werbung” empfangen darf. Selbstverständlich mit allen Pflichtangaben inkl. Geburtstdatum – und das notabene nur für ein Newsletter-Abonnement.

Gastzugänge gelten als eine Best-Practice im erfolgreichen Checkout und vermindern die Abbruchrate. Was coop@home hier aber beim Newsletter-Abonnieren anstellt, ist absoluter Over-Kill.

Thomas Lang

Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia Consulting GmbH, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Onlinevertriebskanäle sowie Referent an Konferenzen zum Thema E-Commerce.

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