Warum nutzen eigentlich nicht mehr Onlineshops Facebook für ihre Produkt-Empfehlungen?

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Empfehlungen in Onlineshops gehören nicht nur zu den beliebtesten Social-Commerce-Komponenten, sondern sie sind auch auch äusserst effizient. Amazon beispielsweise macht rund einen Viertel seines Umsatzes über die „Kunden die X kauften, kauften auch Y“ und derivaten Empfehlungsfunktionen.

„Amazon makes 20-30% of its sales from recommendations. Only 16% of people go to Amazon with explicit intent to buy something.“

Solche Recommendations findet man zudem in Newslettern, Bundles (Produkt-Paketen), Cart-Additions (optionalen Warenkorb-Zusätzen) wie auch im Ranking der Suchresultate für den einzelnen Anwender.

Moderne Recommendation-Engines werten den indivuellen Kundenbesuch aus, vergleichen diesen mit Tausenden von anderen Verhaltensweisen sowie deren Erfolgsquoten und spielen die Empfehlungen in Echtzeit in den Onlineshop für jeden individuellen Besucher ein (etwas vereinfacht dargestellt).

Social Graph von Thomas Lang - via TouchGraph
Social Graph von Thomas Lang - via TouchGraph

Der Mangel an heutigen Recommendation-Engines ist jedoch, dass diese sich in der Regel nur auf den aktuellen Shop oder das Sortiment konzentrieren. V.a. neuen Besuchern kann daher erst nach Ansicht von einigen Artikeln eine adäquate Empfehlung abgegeben werden.

Dabei zeigt eine Studie von Sociable Labs, dass mehr als die Hälfte der Shopbesucher bei Facebook eingeloggt bleiben. Und Facebook bietet über seine API den Zugriff auf die Präferenzen des Besuchers wie auch seines Social Graphen.

So schreibt ZDnet.de zur Studie:

„Im Oktober sind 50,8 Prozent der Nutzer bei Facebook eingeloggt geblieben, während sie in einem Webshop einkauften. Das geht aus einer Studie von Sociable Labs hervor. TechCrunch leitet aus den Zahlen die Notwendigkeit für Unternehmen her, E-Commerce-Sites stärker zu personalisieren. Mit Facebooks sozialen Plug-ins und einer Connect-Integration könnten sie Nutzern zeigen, was ihre Freunde gekauft oder geteilt hätten und welche Produkte zu ihren Likes passten.“

Hier liegt nicht nur bei den Schweizer Onlineshops noch beträchtliches Potential brach.

Und dieses liegt in der ganzen demografischen Breite der User. Denn es sind nicht vornehmlich die jungen Onlineshopper die gleichzeitig bei Facebook eingeloggt sind. Auch bei den älteren Usern – und die Silver Surfer gehören gem. HSG auch online zur kaufkräftigsten Kundengruppe – meldet sich ein signifikanter Anteil während seiner Surftour nicht von Facebook ab, wie TechCrunch schreibt:

„Sociable Labs’ founder and CEO Nisan Gabbay explained that the target age market for an ecommerce site has surprisingly little influence on the percentage of visitors that were logged in to Facebook. Those aimed at college students were closer to 60%, but even those with middle aged saw at least 40% of visitors logged in.“


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