Nichts wächst schneller als Groupon

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Jochen Krisch hats vor wenigen Tagen drüben bei Exciting Commerce bereits erwähnt, das Silicon Valley und vor allem dessen Investoren sehen in Live Shopping einen Tech Megatrend. Interessant erachte ich in seinem Beitrag v.a. die Grafik aus dem US-Magazin Forbes über die Umsatz-Entwicklung bei Groupon, dem Social Commerce Konzept mit starkem lokalen Bezug.

Vor gut einem Jahr ging es in Deutschland so richtig los und Anfangs Jahr schwappte die Welle auch in die Schweiz über. Mitte März ging DeinDeal.ch an den Start, der erste Schweizer Groupon-Klon, wenige Wochen später folgte Citydeal.ch, das zwischenzeitlich durch die Übernahme durch den amerikanischen Pionier als groupon.ch auftritt.

Das Konzept ist einfach wie auch bestechend. Dienstleistungs-Angebote mit starkem lokalem Bezug, teilweise verschiedene Deals für unterschiedliche Stadtteile. Diese stark rabattierten Angebote kommen immer erst zu Stande, wenn sich ein Minimum an Teilnehmern finden lässt, was einen starken Einbezug sozialer Netzwerke und dessen kommunikativen Skalierungseffekten bedingt.

Im Angebot stehen ausnahmslos Dienstleisungen wie Gutscheine für Restaurants, Wellness-Angebote etc. D.h. keine Logistik, kein Lager und nahtlose Zahlungsprozesse. Groupon-Konzepte lassen sich mit (relativ!) geringem Manpower betreiben. Die grösste Herausforderung ist das Scouting von Deals, der Betrieb der Plattform wie auch das Management der Community. Aber keine Headaches wie Lagerbewirtschaftung, Rüststrassen, Logistik, Retouren, Reparaturen, Garantiefälle usw. was es v.a. für Investoren sehr interessant macht.

Zurück zum Thema; Groupon wächst in einem unglaublichen Tempo. Einerseits wird expandiert in schwindelerregendem Tempo, zum andere wird personalisiert und weiter skaliert (mit entsprechendem Gefahrenpotential). Auf jeden Fall sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache. Es gab bisher kaum ein Online-Verkaufskonzept, dass es derart schnell zur ersten Umsatz-Milliarde brachte wie Groupon:

Groupon.com - schneller zur ersten Umsatz-Milliarde wie jede andere Firma.



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

4 KOMMENTARE

  1. aber das rasante wachstum von groupon und seinen klonen bringt auch nachteile mit sich: irgendwann ist der konsument von den vielen angeboten überfordert und verliert die übersicht. wir versuchen mit http://www.dealanzeiger.ch abhilfe zu schaffen.

    @Thomas: Ich warte nur noch auf die Reversion des Konzepts: Wenn nicht mehr Anbieter Angebote, sondern Kunde Nachfragen ausschreiben, “ich will am Samstag Pizza Essen in Zürich — welches Restaurant macht mir das beste Angebot?!” odre “brauche dringend Rückenmassage, habe aber nur Budget von CHF 60” etc. 🙂

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