XXXLutz übernimmt Möbel Pfister

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Ein kleines Erdbeben im Schweizer Retail generell und Möbelhandel speziell, nachdem wir uns gerade vor wenigen Tagen noch mit den Ikea Schweiz Onlineumsätzen und digitalen “Besonderheiten” auseinandergesetzt haben.

Die österreischische XXXLutz-Gruppe übernimmt mit Möbel Pfister die Nummer 3 im Schweizer Möbelhandel. Mit Möbel Pfister wechseln auch die zur Holding gehörenden Töchter Arco Regio, Pfister Professional, die Pfister Vorhang Service AG zu XXXLutz wie auch die regionalen Möbelhäuser Hubacher, Egger und Svoboda. Die Namen sollen bestehen bleiben.

Die österreichische XXXLutz-Gruppe übernimmt Möbel Pfister (Grafik: Carpathia AG)
Die österreichische XXXLutz-Gruppe übernimmt Möbel Pfister (Grafik: Carpathia AG)

Damit geht ein weiterer Schweizer Retailer nach Österreich nachdem vor fast exakt zwei Jahren die Migros Office-World/iba an die MTH Retail Group verkaufte. Möbel Pfister CEO Matthias Baumann hat bereits Anfangs September das Unternehmen abrupt verlassen, laut Handelszeitung war er anderer Ansicht als VR-Präsident Rudolf Obrecht. Um welche Ansicht es sich handelte, dürfte mit diesem Verkauf an XXXLutz nun klar sein.

XXXLutz ist vor etwas mehr als einem Jahr in der Schweiz gestartet, den Markteintritt hat Baumanns Vorgänger als CEO bei Pfister Meinrad Fleischmann koordiniert und es bereits damals mit seinem Zitat in unsere Jahressammlung geschafft (Zitat-Quelle):

Wir machen uns keine Gedanken, wer unter uns leiden wird.

Diese Gedanken hat sich nun wohl Möbel Pfister gemacht und quasi die Waffen gestreckt, in dem das gesamte Möbelgeschäft den Österreichern verkauft wurde, die damit zur Nummer 3 in der Schweiz aufgestiegen sind.

XXXLutz ist in der Schweiz erst mit einem Online-Katalog präsent und noch ohne Shop, was sich mit der Übernahme von Pfister nun auch ändern wird.

Auch in weiteren Ländern ist XXXLutz derzeit auf Einkaufstour und hat vor wenigen Tagen die Hälfte des deutschen Möbel-Discounters Roller übernommen, nachdem man bereits bei Poco und Mömax zugeschlagen hat. XXXLutz ist damit nach Ikea die Nummer zwei in Deutschland.

Derweil die deutschen Online-Pureplayer wie Home24 und Westwing Mühe bekunden, stark an Bewertungen verlieren und sich damit auch als Übernahmekandidaten von XXXLutz (unfreiwillig) positionieren, wie ExcitingCommerce bereits länger beobachtet (Für Westwing kommt es 2019 noch schlimmer als erwartetHome24: Hedgefonds baut sein Anteilspaket auf 19% aus).



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