Schweizer E-Commerce-Studien: Onlinehändlerbefragung zum Thema Nachhaltigkeit

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Die Schweizerische Post hat wiederum E-Commerce-Studien durchgeführt und diese heute publiziert.

Bei der einen Studie handelt es sich um den Stimmungsbarometer, bei dem über 11’000 Schweizer Konsument*innen in einer quantitativen Onlinebefragung zum Thema E-Commerce befragt wurden. Diese Studie wurde zusammen mit der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich durchgeführt. Auf die interessantesten Ergebnisse dieser Studie sind wir in diesem Beitrag eingegangen.

Bei der anderen Studie handelt es sich um die Onlinehändlerbefragung zum Thema Nachhaltigkeit (ökologische und soziale Aspekte) im Schweizer E-Commerce in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern (HSLU). Ziel dieser Studie war es, zu erfahren, wie Schweizer Onlinehändler mit dem Thema Nachhaltigkeit umgehen. Die Erhebungsmethode war eine quantitative Onlinebefragung, die von März bis Juni 2021 stattfand. Insgesamt haben 248 Onlinehändler daran teilgenommen, von denen 86% B2C- und 63% B2B-Geschäftsbeziehungen pflegen.

Auf die spannendsten Ergebnisse der Onlinehändlerbefragung gehen wir in diesem Beitrag ein.

Nachhaltigkeit im Schweizer E-Commerce

Nachhaltigkeit ist eines der Trend-Themen im Onlinehandel. Von den befragten Onlinehändlern sehen zwei drittel das Thema Nachhaltigkeit als Chance für ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Nachhaltigkeit beim Sortiment

Nachhaltigkeit kann im E-Commerce auf verschiedenen Ebenen berücksichtigt werden. Angefangen bei der Sortimentsauswahl. Interessant ist, dass bei den befragten Onlinehändlern der soziale Aspekt mit 79% stärker berücksichtigt wird als der ökologische mit 55% (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1: Nachhaltigkeit beim Produktsortiment, Quelle: Nachhaltigkeits-Studie der Schweizerischen Post und der HSLU

Nachhaltigkeit beim Versand

Auch beim Versand wird das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigt. Dies insbesondere, weil nach Meinung der Befragten das Thema Verpackung in Bezug auf Nachhaltigkeit für Kund*innen eines der wichtigsten ist.

Fast die Hälfte der befragten Onlinehändler (45%) bietet die Abholung bei der eigenen Filiale an (Click & Collect). Aber auch der konsolidierte Versand zum Endkunden (also die Bündelung von Teillieferungen) wird mit 37% sehr häufig angeboten und bereits jeder vierte Onlineshop bietet klimaneutralen Versand ohne Aufpreis an (vgl. Abbildung 2).

Abbildung 2: Nachhaltigkeit bei Versand und Verpackung, Fokus Versandoptionen, Quelle: Nachhaltigkeits-Studie der Schweizerischen Post und der HSLU

Neben den Versandoptionen können auch die Verpackung sowie das Füllmaterial mehr oder weniger nachhaltig sein. Mit 63% verwendet bereits die Mehrheit der befragten Shops Recyclingmaterial für die Verpackung und 17% der Onlineshops setzen sogar biologisch abbaubare Verpackung ein (vgl. Abbildung 3).

Abbildung 3: Nachhaltigkeit bei Versand und Verpackung, Fokus Verpackungsmaterial, Quelle: Nachhaltigkeits-Studie der Schweizerischen Post und der HSLU

Nachhaltigkeit bei Retouren

Ein immer wieder heiss diskutiertes Thema in Bezug auf Onlineshopping und Nachhaltigkeit sind die Retouren. Drei von zehn befragten Onlineshops bieten kostenlose Retouren an. Die Retouren werden von etwas weniger als der Hälfte der Befragten wieder als Neuware verkauft. Nur bei 7% der Befragten werden die Retouren vernichtet (vgl. Abbildung 4).

Abbildung 4: Nachhaltigkeit bei Retouren, Fokus Umgang mit Retouren, Quelle: Nachhaltigkeits-Studie der Schweizerischen Post und der HSLU

Für alle Ergebnisse der Onlinehändlerbefragung können Sie die vollständige Studie kostenlos hier beziehen.



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