Click & Collect / Multi-Channelling – E-Commerce Trend 2010

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Letzte Woche haben wir die 10 E-Commerce Trends 2010 vorgestellt und eine lose Serie darüber angekündigt. Als Trend Nr. 1 wurde Multi-Channelling definiert – und heute haben sich bereits Dell mit Media-Markt dazu bekennt, wenn auch nicht im Sinne des Trends wie wir ihn sehen – denn diesen definieren wir wie folgt:

Der strategische Ansatz der Nutzung aller verfügbaren oder sinnvollen Kanäle ist a-priori nicht wirklich ein neuer Trend. Multi-Channelling hat sich bewährt, u.a. in der Werbung aber auch in der differenzierten Kundenbetreuung im Dienstleistungssektor.

Im E-Commerce lässt sich derzeit ein ähnliches Verhalten beobachten. Vor allem etablierte Händler machen sich die Tatsache zu Nutze, dass Onlinekäufer zum einen vergleichsweise sehr loyal sind, zum anderen den Händler als Gesamtes betrachten, unabhängig vom gerade aktuellen Kanal – situatives, Kanal übergreifendes Einkaufen.

Die Übernahme der Käuferoptik und die Konzentration, dass diese auf verschiedensten Kanälen mit dem gleichen Händler kommunizieren möchten, darin dürfte die grosse Neuerung liegen – dieser Bewusstseinswechsel vom Anbieter zum Dienstleister.

Und genau hier sind die Chancen des Multi-Channelings. Nicht unbedingt im reinen Verkauf sondern in der Dienstleistung generell und im Fulfilment speziell. Online gekauft und kurz darauf offline abgeholt. Click & Collect wird vor allem den etablierten Händlern mit eigenem stationären Verkaufsnetz Wettbewerbsvorteile bringen.

Waren diese gegenüber den Pure-Internetplayern bislang im Nachteil, könnten diese 2010 zumindest in diesem Bereich auf Augenhöhe kommen und diesen Wettbewerbsvorteil ausspielen. Der Vorteil, über das etablierte Filialnetz das Fulfilment zu optimieren oder gerade zu perfektionieren. Zumal in weiten Bereichen die hinderlichen IT-Altlasten zu verschwinden scheinen, die das bisher erschwerten.

Das sogenannte Store-Picking ist auch einer der kritischen Faktoren für den Erfolg der britischen Supermarkt-Kette Tesco – nebst dem, dass deren Schüsselfiguren über interessante Visionen verfügen. Zahlreiche weitere werden diesem Beispiel folgen – v.a. in diesem Jahr.

Vor wenigen Wochen machte noch das Gerücht die Runde, dass Amazon evtl. gar ein Filialnetz plant, und morgen kommt vielleicht gar das neue Apple Tablet mit einem integrierten Bookstore der US-Kette Barnes & Noble – notabene primär ein Händler mit knapp 800 Filialen.

Der E-Commerce scheint den stationären Verkauf zu entdecken, auch wenn es primär auch nur zur Optimierung und Beschleunigung des Fulfilments geht – im Dienste des Kunden.


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