Media-Markt tut sich weiterhin schwer mit dem E-Commerce – nun rollen Köpfe

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Nachfolgenden Beitrag übernehmen wir in grösseren Teilen mit freundlicher Genehmigung von Jochen Krisch – Original bei Exciting Commerce

E-Commerce-Debakel kostet Media-Saturn-Chef den Posten

Das E-Commerce-Debakel des Jahres 2010 kommt von Media-Saturn. Der Elektronikhändler hat es weder geschafft, ein eigenes E-Commerce-Angebot hochzuziehen („Online-Start auf unbestimmte Zeit verschoben“), noch, die längst überfälligen Übernahmen einzufädeln (vgl. dazu Amazon). Sondern im Gegenteil 2010 weiter Marktanteile an die Online-Konkurrenz verloren. Während die Online-Händler bvh-Schätzungen zufolge um mehr als 20% zulegten, gingen die Umsätze in den Media-Saturn-Märkten zurück.

Laut Pressemitteilung zeigte sich der Aufsichtsrat offenbar zunehmend unzufrieden mit der Umsetzung einer im Grundsatz beschlossenen Internet-Handelsplattform. Die Einrichtung stosse auf Schwierigkeiten und Widerstände, da die rechtlich selbstständigen Media-Markt- und Saturn-Geschäfte ihre Preise selbst festlegen. Den einheitliche, womöglich niedrigere Preise im Internet würden den örtlichen Märkten schaden, deshalb gibt es in den Regionen eine Ablehnungsfront.

Obwohl die Geschäfte super laufen, verlieren die Media- und Saturn-Märkte zunehmend Marktanteile an die Online-Versender:

„Media-Saturn steht international vor einem Rekordergebnis für 2010. In Deutschland sank der Umsatz zwar, der Gewinn stieg jedoch.“

Die Media-Saturn-Gruppe (PDF) betreibt in Deutschland 375 Elektromärkte, die im Schnitt 24,3 Mio. Euro Umsatz machen. In der Schweiz gibt es 20 Fachmärkte mit einem deutlich höheren durchschnittlichen Umsatz pro Standort (EUR 31.3 Mio).  Insgesamt setzt die Gruppe in der Schweiz EUR 626 Mio um (Deutschland EUR 9.1 Mrd. – alle Zahlen 2009).

Laut bvh-Prognose (vom Juli) wachsen die Umsätze der Online-Elektromärkte 2010 „um mehr als 20%“ – von 1,4 Mrd. Euro (2009) auf geschätzte 1,7 Mrd. Euro. Die Umsatzprognosen von Notebooksbilliger, Redcoon und Cyberport für 2010 untermauern diesen Trend.

In der Metro-Gruppe ist das Online-Geschäft nicht nur bei Media-Saturn die Achillesferse. Passend dazu auch der Artikel in der FTD („Metro entdeckt das Internet“)



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