Onlinehändlerbefragung 2020 – Herausforderungen, Learnings und Zukunftsaussichten der Corona-Krise

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Die Schweizer Onlinehändlerbefragung wurde von der ZHAW schon zum dritten Mal durchgeführt. An der repräsentativen Befragung haben 330 Onlinehändler teilgenommen. Die Studie steht kostenlos bei der ZHAW zum Download zur Verfügung.

Bestellanstieg dank Corona-Krise

Die Corona-Krise war ein regelrechter Boost für den Schweizer E-Commerce. So legten die Onlinebestellungen der meisten Produktgruppen leicht oder stark zu. Besonders stark konnten die Kategorien Garten und Do-It-Yourself als auch Computer und Zubehör zulegen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Bestellwachstum nach Sortiment – Quelle: Onlinehändlerbefragung 2020 der ZHAW

Die Gründe für dieses starke Bestellwachstum vermuten die Onlinehändler bei der Schliessung der stationären Filialen (Lockdown) als auch bei der Anordnung zuhause zu bleiben. Ebenfalls den Onlinehändlern in die Karten gespielt haben dürfte, dass Kunden stationäre Geschäfte vermehrt gemieden haben und ein geändertes Arbeits- und Freizeitverhalten zeigen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Gründe für Bestellwachstum – Quelle: Onlinehändlerbefragung 2020 der ZHAW

Herausforderung durch starke Bestellanstiege

Die starken Bestellanstiege führten bei den Onlinehändlern zu geringen bis grossen Herausforderungen. 34 Prozent der Onlinehändler sprechen von grossen Herausforderungen in der Geschäftsführung, beim Treffen von Entscheidungen und festlegen von Strategien. Mit 28 bzw. 22 Prozent als grosse Herausforderung genannt, wird die Produktbeschaffung und die Bestellverarbeitung (Abbildung 3).

Abbildung 3: Herausforderungen der Corone-Krise – Quelle: Onlinehändlerbefragung 2020 der ZHAW

12 Prozent der Onlinehändler geben dann auch an, grosse Lieferschwierigkeiten gehabt zu haben. Die hälfte der Befragten gesteht ein, teilweise von Lieferschwierigkeiten betroffen gewesen zu sein. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Am häufigsten genannt werden Lieferschwierigkeiten beim Lieferanten, gefolgt von Paketdienstleister, welche Pakete verzögert ausliefern (Abbildung 4).

Aus der Krise lernen

Die Onlinehändlerbefragung beschäftigte sich auch mit der Frage, was die Händler aus der Krise gelernt haben (Abbildung 5). Vermehrt Investitionen in die Online-Vertriebskanäle sowie in das Fulfillment werden am häufigsten genannt.

Abbildung 5: Learnings aus der Corona-Krise – Quelle: Onlinehändlerbefragung 2020 der ZHAW

Die Antworten zeigen: Viele Händler gehen davon aus, dass Online weiter an Wichtigkeit gewinnen wird und nutzen jetzt die Gelegenheit, sich dafür gut zu positionieren. Damit übereinstimmend zeigt sich die Einschätzung der Nachhaltigkeit des Bestellanstieges in der Corona-Krise. Gut ein Fünftel der Befragten erwartet ein stark nachhaltiges Wachstum der Onlinebestellungen. Zwei Drittel rechnen mit einem moderat nachhaltigen Wachstum (Abbildung 6).

Abbildung 6: Nachhaltiges Wachstum – Quelle: Onlinehändlerbefragung 2020 der ZHAW


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