IKEA – The power of people – Videomitschnitt der #dcomzh

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An der diesjährigen Connect – Digital Commerce Conference durften wir Ann Ström, Country Digital Manager Switzerland IKEA, auf der Bühne begrüssen. Unter dem Titel IKEA – The power of people ging sie in ihrer Keynote der Frage nach, inwiefern die Corona-Pandemie auch einen positiven Einfluss auf die Digitalisierung von IKEA hatte.

Fast am Anfang ihrer Keynote machte Ann Ström ein Eingeständnis:

To be honest with you, we are late, because we underestimated the revolution of digital and of shopping online.

Doch diese Zeiten seien jetzt vorbei, machte sie gleich im nächsten Satz klar. Der Mindset-Shift habe sattgefunden und die Corona-Pandemie habe dies noch beschleunigt.

Aufgrund der Pandemie haben die digitalen Kanäle des Einrichtungskonzerns zwar zugelegt, allerdings trafen auch sie die Shutdowns in zahlreichen Ländern hart: Von 30 Ländern gab es in 7 Ländern ein komplettes Shutdown, bei dem keine Services,  auch nicht Click & Collect angeboten werden konnten. In 6 Ländern waren die Läden mit Click & Collect, Angebot offen.

IKEA in der Schweiz?

Was war in der Schweiz los? Alle Läden wurden am 16. März für fast zwei Monate geschlossen, wobei jedoch Online-Einkäufe möglich blieben. In der Zeit habe ein grosser Wandel stattgefunden, sagte Ann Ström:

We accelerated transformation. We did things in days or weeks, that used to take months or weeks

Als Beispiel nannte sie Contactless Click & Collect Service, für den sie von der Idee bis zur Umsetzung gerade einmal 4 Tage gebraucht hätten. Normalerweise würde das Monate dauern.

Doch wie haben sie das geschafft? Findet die richtigen Leute, so Ann Ströms Rat: «Findet die Intrapreneure in eurem Unternehmen, die auch in der Lage sind, gross zu denken, aber fürs Erste klein zu starten, bereit sind zu testen, daraus zu lernen, zu optimieren und es schliesslich weiterzuentwickeln und zu optimieren.»

Dank solchen Menschen sei es erst möglich gewesen, während des Shutdowns einen10-fachen Load sicherzustellen und ein 400 % Wachstum an Remote-Verkäufen abzuwickeln.

Die gesamte Keynote von Ann Ström gibt es auf YouTube zu sehen:

Diese digitalen Projekte verfolgt IKEA zur Zeit:

  • Scan and Go wird bald auch in die Schweiz kommen: Zur Zeit läuft ein Pilotversuch in Frankreich. Kunden werden also in Zukunft in einen IKEA-Laden gehen, Produkte scannen und am Ende mit der App bezahlen können.
  • Durch den Kauf des Startups geomagical labs wird es bald möglich sein, die Einrichtung bequem zu Hause zusammenzustellen. Ein Pilot läuft in Nordamerika.

IKEA mit Onlineanteil von 14.7 %

Mitte Oktober hat IKEA Schweiz in einer Pressemitteilung erklärt, dass sie trotz Corona-Pandemie und Shutdown dieses Jahr ihren Umsatz von CHF 1’138 Mio. auf CHF 1’146 Mio. steigern konnten. Aufgrund der Schliessung der Geschäfte für fast zwei Monate habe das Online-Geschäft massiv zugenommen: Der Onlineanteil im Vergleich zum Gesamtumsatz lag im Jahresmittel bei 14.7 % (CHF 168 Mio.), was einem Wachstum von 61 % zum Vorjahr (Onlineanteil 2019: 9.1 %) entspricht.

Dank der #dcomzh durften wir Ann Ström kennenlernen und durften sie übrigens kurze Zeit später als evecommerce Board Member willkommen heissen.



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