Zalando will noch näher an Schweizer Kund*innen

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Im Oktober feiert Zalando sein 10-jähriges Jubiläum in der Schweiz. Dies nimmt die Mode-Plattform zum Anlass, um sich bei seinen Kundinnen und Kunden für die Treue zu bedanken und seine weiteren Pläne für den Schweizer Markt kundzutun.

Ausserdem stellt sich der seit Frühling amtierende Zalando DACH-Chef, Florian Jodl, der Presse. So geschehen im diese Woche erschienen Artikel “Jodl will einschweizern” in der Handelszeitung.

Zalando kennt die Schweizer Mode-Vorlieben

Zalando wurde am 12. Oktober 2011 in der Schweiz lanciert. Sechs Tage später, am 18. Oktober, wird bereits das erste Paket verschickt. Inzwischen hat sich Zalando zum grössten Modehändler hierzulande entwickelt. Wir schätzen, dass Zalando 2020 in der Schweiz einen Umsatz von CHF 1’044 Mio. erzielt hat. Diese Zahl katapultierte den selbsternannten “Starting Point for Fashion” auf Platz zwei der umsatzstärksten Schweizer Onlineshops direkt nach digitec.ch.

Zalandos Erfolg in der Schweiz führt der DACH-Chef Florian Jodl unter anderem darauf zurück, dass Zalando die Schweiz als das kulturell vielfältige Land erkannt hat, das es ist, und stark auf Lokalisierung gesetzt hat:

Ich denke, wir konnten Modefans mit unserem lokalen Ansatz überzeugen, beispielsweise bieten wir unseren Kundenservice auch auf Schweizerdeutsch, Französisch und Italienisch an.

Um Zalandos Kenntnis des Schweizer Markts zu unterstreichen, hat das Unternehmen eine humorvolle Grafik publiziert, die zum Beispiel zeigt, dass Berner*innen weisse Turnschuhe mögen oder Genfer*innen am liebsten Designertaschen tragen.

zalando schweiz infografik
Eine Infografik von Zalando zeigt die Vorlieben von Schweizer*innen in Sachen Mode — Quelle: Zalando

Noch lokaler mit Connected Retail

Doch Zalando möchte noch lokaler, noch schweizerischer, werden. Dies vor allem mit dem Connected-Retail-Programm, das Florian Jodl hierzulande voranbringen will. Im Juni 2021 ist das Programm gestartet (Carpathia berichtete) und befinde sich, so Florian Jodl gegenüber der Handelszeitung, in der Schweiz in der Hochlaufphase:

Aktuell haben wir für dieses Programm 15 Schweizer Händler auf der Plattform.

Zudem würden Gespräche oder Onboarding-Prozesse mit weiteren 200 Schweizer Händlern laufen, verrät Flrian Jodl. Bald werde es in der Schweiz die Möglichkeit geben, über die Filterfunktion „Lieferung aus einer Filiale“ direkt Produkte aus einem lokalen Geschäft zu shoppen.

Dieses Vorgehen macht aus der Perspektive von Zalando durchaus Sinn, der sich schon länger nicht mehr als Mode-Händler, sondern als “Betriebssystem für Mode” sieht. Als Plattform, die ihre Reichweite monetarisiert und im Connected-Retail-Programm als Vermittler fungiert, der an der Händler-Kommission verdient.

Zalando Tech Hub in Zürich

Auch mit der Übernahme des Schweizer Software-Unternehmens Fision im 2020 untermauerte Zalando seine Plattform-Strategie. Fision entwickelt eine virtuelle Umkleidekabine, das auf Computer-Vision-Technologie basiert und die individuelle Grössenberatung erleichtert.

Damit kann Zalando die Massangaben der Kleidungsstücke mit den persönlichen Körpermassen abgleichen und so die Produktauswahl optimieren. So wird einerseits das Einkaufserlebnis verbessert sowie natürlich die Retourenquote reduziert. Derzeit sind in Zalandos neuem Tech Hub in Zürich 35 beschäftigt, künftig sollen es 150 sein.

Florian Jodl, General Manager DACH Zalando, wird einer der hochkarätigen Speaker*innen an der SCORE! Konferenz am 1. Juni 2022 im StageOne sein. Mehr Infos zur Konferenz und Ticket-Verkauf gibt es in wenigen Wochen hier.



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