Farmy macht Kunden und Produzenten zu Mitinhabern

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Farmy möchte wachsen und ermöglicht es Kund*innen sowie Produzent*innen in Farmy zu investieren. Damit soll der Weg zur nächsten Finanzierungsrunde gesichert werden. In sieben Tagen startet der Verkauf. Wie andere Wachstumsunternehmen (bspw. Stash) spürt Farmy wohl den eisigen Wind an den Kapitalmärkten und dass es schwieriger geworden ist, Grossinvestoren für eine langfristige ROI-Story zu überzeugen.

Die Investitionen sollen unter anderem in mehr kostenlose Lieferzonen, neue E-Fahrzeuge, Treueclubs und eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit und Personalisierung fliessen. Damit soll in den nächsten 1.5 bis 4 Jahren der Umsatz auf über CHF 100 Mio. gesteigert sowie die Profitabilität erreicht werden. Der Kundenstamm soll auf über 50’000 Schweizer Haushalte ausgebaut werden.

Farmy Crowdfunding
Wachstum der letzten Jahre + Wachstumspotenzial (Quelle: https://www.farmy.ch/ct/farmy-aktien)

Dafür wird Investor*innen bis zu 10 % von Farmy in zwei Phasen zugänglich gemacht. Phase 1 dauert bis Ende Oktober, mit einer begrenzten Anzahl von Aktien und zu einem niedrigeren Festpreis. Der erste Tag richtet sich ausschliesslich an Farmy Kund*innen und Produzent*innen sowie vorangemeldete Interessent*innen.

Nach dem ersten Tag wird die Kampagne für alle anderen Investor*innen geöffnet. In Phase 2 richten sich die Preise nach dem aktuellen Marktpreis. Der Preis wird mit jeder verkauften Aktie steigen.

Durch den Kauf der Farmy-Aktien profitieren die Investor*innen zusätzlich für drei Jahre von einer kostenlosen Lieferung, bzw. einem Hofpass. Auch wird man durch den Kauf der Aktien wahlberechtigt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch unklar, welcher Firmengegenwert einer Aktie zum Preis von CHF 13 entspricht. Spannend ist, mit welchem Wert das Unternehmen bewertet wird. Wenn für die 10 % -Anteile der Gesamtbetrag von CHF 4 Mio. (Info unten) gelöst wird, gäbe dies eine Firmenbewertung von CHF 40 Mio., der einem Jahresumsatz von ca. CHF 32 Mio. gegenübersteht.

Farmy Crowdfunding
Entwicklung der Aktien (Quelle: https://www.farmy.ch/ct/farmy-aktien)

Investieren können Personen mit Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz oder im EWR (Europäischer Wirtschaftsraum). Das Angebot ist in der Schweiz auf einen Gesamtbetrag von CHF 4.000.000, mit der Option den Betrag zu erhöhen, und im EWR auf einen Gesamtbetrag von € 100.000, begrenzt.

Weitere Informationen sind hier zugänglich.



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5 KOMMENTARE

  1. Farmy und die Profitabilität…

    50% Wachstum für die nächsten drei Jahre ist einfach utopisch, gerade nach Corona, was eigentlich zu einem Wachstumsschub bei Farmy hätte führen sollen ist das eine Wahnvorstellung.

    Gleichzeitig gibt es permanent Gutscheine (30.- ab 100.-) womit die Kunden immer wieder angelockt werden müssen, da die Preise von Farmy jenseits von Gut und Böse sind.

    In Zeiten von steigenden Preisen für alles mögliche wird sich das auch beim Umsatz von Farmy niederschlagen. Daher eventuell die Flucht nach vorne bzw. zu frischem Kapital.

    Farmy hat leider auch immer weniger mit der Grundidee „beim Bauern kaufen zu tun“ wenn man sieht welche Anbieter sich alle auf der Plattform tummeln.
    Von der grauenhaften Plattform mit Ladezeiten und schwachem UX mal abgesehen.

  2. Ja Pascal es ist so. Coop oder Migros zu Konkurrenz machen hat kein Sinn. Farmys Chancen gg beiden ist gleich null. Gute Idee aber lieber an Coop at Home ganze Geschäfte verkaufen.

  3. Farmy hat zu schnell zu viel Kapital aufgenommen – und den Investoren dafür zu viel versprochen. Sie kriegen kein Geld mehr von professionellen Investoren. Jetzt müssen die „dummen“ Kunden und Otto Normalverbraucher:in daran glauben – da schwingt eine offensichtliche Brise Verzweiflung seitens Farmy mit.

    Inzwischen haben sie auch die Vision und ihre Seele verkauft und führen die Kund:innen hinters Licht. „Regionale & Bio-Produkte direkt von Schweizer Bauern und Kleinproduzenten“
    … genau liebe Farmy, die Ecuadorianischen Rosen kommen direkt zu Euch. Der Anfang vom Ende, so „dumm“ sind die Kund:innen dann doch nicht.

    Da läuten alle Alarmglocken, finger weg und Geld woanders investieren.

  4. Ich frage mich, warum seitens Farmy keine belastbaren Zahlen veröffentlicht werden. P&L und Bilanz wären für mich das absolute Minimum an Information, bevor ich investiere. Dann sähe man auch, wie weit sie von der Profitabilität entfernt sind und ob sie in 2-4 Jahren zu schaffen ist.

    Laut Grafik stagniert Farmy in diesem Jahr. Auch das ist bislang eine (sehr optimistische?) Prognose. Und ohne den Corona-Boost ist selbst in der Vergangenheit von 50% Wachstum p. a. nicht viel zu sehen.

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