August 2011


E-Business&E-Commerce&Mobile / Tablets 29 Aug 2011 09:34 am

Am Samstag musste ich kurzfristig eine Folie für meinen Kurstag im CAS Social Media Management an der HWZ abändern: Facebook kündigte an, Facebook Deals nach nur vier Monaten sterben zu lassen. Hat der Social-Network-Riese damit vor Foursquare und Konsorten kapituliert?

Ein zweiter Blick lohnt sich. Facebook  stampft lediglich die erst in fünf amerikanischen Städten ausgerollten Daily Deals ein. Somit können vielleicht Groupon und LivingSocial vorläufig etwas aufatmen.  Die Check-in Deals leben aber weiter -  unternehmungslustiger und optimistischer denn je!

Facebook zieht nämlich auch die bisherige Places-Funktionalität zurück und verkündet: “Now you can add location to anything.” Der Check-in steht als Aktivität per se nicht mehr im Vordergrund, sondern soll ein ganz natürlicher Teil jedes Posts werden. Gibt es an einem Ort ein Schnäppchen zu holen, erscheint es unterhalb des Statusupdates.

Der vermeintliche Rückzug ist also ein wohl durchdachter Schachzug. Gowalla hat letzte Woche die virtuelle Schnitzeljagd beerdigt, weil nur jeder 200. Nutzer überhaupt mitmachte -  ein weiteres Indiz dafür, dass der Spieltrieb als alleiniger Motivator für den Erfolg von Location Based Services nicht ausreicht. Die Nutzer dazu zu bringen, ihren Standort sozusagen beiläufig zu verraten, ist somit genau das Richtige.

Um den Nachschub an Deals muss sich Facebook keine Sorgen machen. Groupon Now, LivingSocial Instant oder Dienste wie ThinkNear geben die Richtung vor: Die Faktoren Ort und Zeit sind in Zukunft die Hauptakteure in diesem Spiel – und zwar sowohl für den Nutzer (der seinen Deal hier und jetzt haben will) wie für den Merchant (der mit orts- und zeitabhängigem Yield Management wesentliche Schwächen des klassischen Grouponkonzepts ausmerzen kann). Vor diesem Hintergrund steigen die verschiedenen Services mitunter sogar schon zusammen ins Bett.

Dass Facebook sich – schaut man genau hin – so viele Gedanken über Location Based Services macht, hat wohl primär mit dem Rivalen Google zu tun. Dort gibt es nicht nur Places mit ausgeprägten sozialen Funktionen wie Bewertungen und Reviews, sondern auch schier unendliche Synergien mit anderen Diensten wie Google+ und dem allerdings auch noch recht jungfräulichen Google Offers.

Mit Google Wallet steht zudem eine Lösung in den Startlöchern, wie wir für unsere Schnäppchen gleich vor Ort bezahlen können – berührungslos und mit einem Klick. Das nächste Schlacht- (oder zumindest Tummel-)feld ist also schon in Sichtweite.


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Carte Blanche 28 Aug 2011 08:36 pm

Für einmal ein etwas anderes Topic; seit Wochen trage ich eine Idee mit mir rum. Seit die Wogen über den historisch starken Schweizer Franken hoch gehen. Heute wieder in der Sonntags-Presse. Unsere Detailhändler überbieten sich, wie viele Preise sie drücken konnten – lauter Robin Hoods in der Teppichetage. Und Zehntausende von Franken in grossflächige Printinserate. Sind wir mal ehrlich. Wie viel nützt es jedem einzelnen Bürger, ob er nun seine Uncle Ben’s Packung 1-2 Franken billiger kriegt?

Im durchschnittlichen Warenkorb eines jeden Schweizers finden sich wohl viele Frischprodukte aus hiesiger Produktion. Und diese Preise sinken nicht.

Wie immer gibt es Gewinner und Verlierer. Gewinner sicher jeder Konsument, der sich das eine oder andere etwas günstiger erwerben kann bei notabene gleichbleibend hohem Lohnniveau. Auf der anderen Seite gestaltet sich die Situation der Export-Wirtschaft und des Tourismus’ prekär. Die Schweiz und deren Produkte werden im Ausland unerschwinglich. Der wirtschaftliche Schaden heute wohl kaum zu beziffern.

Und wohl genau dieser Schaden wird den kurzfristige Gewinn auf ein paar Markenartikeln eines jeden einzelnen mittelfristig bei weitem überwiegen. Nun verspricht die Politik Milliarden den gebeutelten Wirtschaftskreisen. Wäre es da nicht an der Zeit, etwas offener darüber nachzudenken, wie sich Gewinner und Verlierer direkt gegenseitig helfen?

Was wäre, wenn man statt die Währungsgewinne, die zweifelsohne in der Summe immens sind, auf die einzelnen Einkäufe runtergebrochen jedoch verkraftbar, umverteilt und diejenigen Branchen unterstützt, die darunter leiden. Es braucht dazu wohl auch keinen riesigen Administrationsaufwand.

Nehmen wir uns das Beispiel der CO2-Zertifkate. Das funktioniert wunderbar und bietet auch jungen Firmen wie myclimate.org und anderen mit frischen Ideen Chancen. Wer zu viel hat, gibt denen, die weniger haben und demonstriert seinen Goodwill mit einem Zertifikat. Oder andersrum, je nach Anwendungsbereich.

Und ehrlich gesagt würde es sich gut anfühlen, wenn ich das nächste Mal Coop, Denner, Migros & Co betrete und dort weiterhin den gewohnten Normalpreis bezahle, aber über ein sichtbares Zertifikat die Gewissheit habe, dass die Währungsgewinne einer leidenden Branche zu Gute kommen und nicht irgendwelchen Profiteuren. Fair-Trade, Bio und andere Siegel sind bei den Konsumenten akzeptiert.

Möglicherweise eine noch nicht ausgereifte Idee, die Wirtschaft nicht vollends abzuwürgen, die unseren Wohlstand und unser Lohniveau ermöglicht. Eben auch ermöglicht, weiterhin die etwas zu hohen Preise zu bezahlen.

Eine Art von Crowdsourcing / -funding; Hunderttausende Konsumenten geben die möglichen Einsparungen von ein paar Franken auf dem Wocheneinkauf weiter. Sagen wir, 4 Mio. Schweizer Wocheneinkäufer sparen nicht CHF 20.-, ergibt CHF 80 Mio. pro Woche. Die bundesrätlichen CHF 2 Mrd. wären damit bis Ende Jahr auch erreicht.

Oder doch nur naive Sozial-Romantik? Oder ein ordnungspolitisches No-Go? Okay, aber Ausnahmesituationen erfordern manchmal auch aussergewöhnliche Massnahmen. Auf Feedback und Diskussionen freue ich mich.

Disclaimer: Diese Meinung widerspiegelt die persönlichen Gedanken des Autors – ein Beitrag, wie man sich mit 2.0 Konzepten auch der Thematik nähern könnte.


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E-Business&E-Commerce 26 Aug 2011 03:30 pm

In Social Communities vernetzen sich Menschen und teilen ihre Interessen. Was passiert, wenn man das Prinzip auf den E-Commerce überträgt – auf Onlineshops, deren Sortimente und Prozesse?

“Miteinander statt gegeneinander” heisst die Devise für den Onlinehandel der Zukunft. Produkt-APIs, Gutscheinmodelle und andere Entwicklungen bringen die Shops immer näher zueinander. Und am Ende wartet vielleicht sogar die personalisierte E-Commerce Plattform.

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift T3N haben wir das Zukunftsmodell beleuchtet; von der Renaissance der Shopvernetzung über shopübergreifende Warenkörbe bis hin zur individuellen E-Commerce-Plattform, sortiert nach Vorlieben und Bedarf:

 

Der ganze Artikel aus der aktuellen T3N (PDF-Download 7 MB) sowie weitere Artikel rund um das Thema Onlinevertrieb. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

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E-Business&E-Commerce 26 Aug 2011 10:11 am

Während in Deutschland in  der ersten Jahreshälfte einige Klone des us-amerikanischen Verkaufkonzepts von Birchbox an den Start gingen (Glossybox, Douglas-Box-of-Beauty, Boobox, Odorbox, Kosmetik-Box und mehr), hat nun auch ein Schweizer Player nachgezogen.

Brandstore, der Markenableger von Fashionfriends und Brunschwig Holding, lanciert heute Beautybox – monatlich sollen ausgewählte Muster von Beautyprodukten nach Hause geliefert werden.

Nachtrag: Einige deutsche Player mussten jedoch bereits wieder aufgeben – entweder hat sich das Konzept nicht gerechnet rsp. stiess nicht auf die erhoffte Resonanz, oder man formuliert es etwas “erfolgreicher”, dass aufgrund der hohen Nachfrage kein Nachschub an Muster mehr möglich war wie bei Boobox:

“…aufgrund des riesigen Ansturms an Boxbestellungen während der letzten Wochen und den daraus resultierenden Schwierigkeiten exklusive Produktproben zu besorgen, können wir vorerst keine weiteren Boxen mehr versenden.”

Dies zeigt einmal mehr die Limiten solcher Konzepte in Bezug auf Skalierbarkeit und Sourcing. Kritisch werden auch bei Beautybox die Kontakte zu den Lieferanten sein. Da ist wohl Douglas mit seiner Marktstellung und Beautykompetenz in der Poleposition.

YouTube Preview Image

Bei Brandstore gibt’s die Beautybox übrigens nicht nur für Sie, sondern auch für Ihn und gar für das Tier – naja ;-)


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E-Business 25 Aug 2011 08:27 am

Gestern Nachmittag hat Daniel Ebneter im Online-Forum an der SuisseEmex 2011 beleuchtet, welche Chancen Social Media für Unternehmen bieten, die im B2B-Umfeld tätig sind.

Sein Fazit:

  • Social Media gehören heute dazu – auch im B2B. Als Zielsetzungen stehen das Zeigen von Kompetenz, Branding, Kundendienst und Traffic Generation für die Website im Vordergrund.
  • Es geht immer um den Dialog von Mensch zu Mensch, auch im geschäftlichen Umfeld. Die Tonalität ist tendenziell sachlicher als im B2C, Spieltrieb und Prestige spielen eine geringere Rolle. Social Media können aber einen wichtigen Beitrag zur Emotionalisierung von Marken leisten.
  • Die Kanäle sind dieselben, werden aber je nach Zielsetzung anders gewichtet als im B2C. Aussagen wie “Facebook geht nicht für B2B” oder “B2B = Corporate Blog und XING” sind gefährlich und überholt. Es geht darum, an den richtigen Orten Touchpoints zu schaffen.
  • Inhalt ist alles. Guter Content findet seinen Weg in der Community. B2B-Unternehmen mit ihren langfristigen Kundenbeziehungen und oftmals längeren Auftrags- und Projektdurchlaufzeiten sind geradezu prädestiniert, spannende Geschichten zu erzählen. Wichtig ist, sich nicht auf die Themen zu beschränken, die in der klassischen Kommunikation und in Werbemitteln ohnehin schon x-fach durchgenudelt wurden.
  • Zuhören, Messen und Analysieren sind Pflicht. Erst mit systematischem Monitoring und Controlling kann das Potenzial von Social Media wirklich genutzt werden: Zuhören, um von der Community zu lernen, und von Anfang an einen Bezug zu den Zielsystemen des Unternehmens herstellen, um die Energie am richtigen Ort zu investieren.

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E-Business&E-Commerce 24 Aug 2011 09:55 pm

Gary Vaynerchuk ist einer der Videopioniere im E-Commerce. Seit Februar 2006 produzierte er beinahe täglich Degustationen von Weinen, die er über seinen winelibrary.tv Kanal verbreitete. Er vermochte mit seiner Art gleichzeitig zu polarisieren und zu unterhalten.

Im März dieses Jahres war dann Schluss bei Episode 1’000. Das neue Format hiess Daily Grape und war eine kürzere Show mit weniger Gästen und nur noch 2 Weinen pro Ausgabe.

Gestern nun zog sich Gary Vaynerchuck komplett von der Online-Video-Produktion von Wein-Degustationen zurück. Er war einer der ersten, der das Videoformat für sich nutzte und damit grosse kommerzielle Erfolge erzielte. Vom einfachen Betreiber eines Liquor-Stores in New Jersey stieg er zur nationalen Berühmtheit auf und sein Buch Crush It führte zeitweise die Bestsellerlisten an.

Gary beschreibt darin, wie er mit Hilfe von Web 2.0 und Social Media seine Vorliebe für Wein zu “Cash” machte und es heute damit grundsätzlich jedermann möglich ist, zum Unternehmer zu werden – nur die Idee und Leidenschaft zählt.

“Erfülle dir deinen Traum und werde Unternehmer. Facebook und Co. machen’s für jeden möglich”
(deutsche Fassung: “Hau rein”).


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E-Business&E-Commerce 24 Aug 2011 11:00 am

Am zweiten Tag der SuisseEMEX Messe in Zürich spricht Thomas Lang im Onlineforum zum Thema “E-Commerce, Mobile, Tablet etc.“  (wir haben noch ein paar wenige kostenlose Tickets).

Der E-Commerce entwickelt sich rasant weiter und verlässt den herkömmlichen Browser. Wie verkauft man heute auf mobilen Endgeräten und auf Tablets? Thomas Lang zeigt Möglichkeiten und Potentiale, aber auch Stolpersteine und Hürden. Welches sind die relevanten Plattformen und Best-Case Lösungen?

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E-Business&E-Commerce 23 Aug 2011 12:00 pm

Carpathia ist im Rahmen des Onlineforums mit zahlreichen Referaten und Moderationen an der soeben eröffneten SuisseEMEX Messe in Zürich vertreten (wir haben noch ein paar wenige kostenlose Tickets).

Am Unernehmertag macht Thomas Lang den Auftakt mit dem Thema “Multichannel E-Commerce – Herausforderungen für den Handel“:

Handel im Wandel, selten war dieses Bonmot so aktuell. Denn der Schweizer Detailhandel wächst nur noch online – und dort zweistellig. Wie stellen sich Unternehmen heute diesen Herausforderungen und wie orchestriert man die Vertriebskanäle? Antworten von Thomas Lang auf diese brennenden Fragen.

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E-Business&E-Commerce&Mobile / Tablets 22 Aug 2011 05:00 pm

Online-Gutscheine bringen Leute in den Laden – dank Smartphones und Mobile Internet immer häufiger direkt von der Strasse weg. Wie funktionieren Groupon-Plattformen und Location Based Services? Und wie werden aus Schnäppchenjägern treue Kunden?

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Marketing + Kommunikation gehen wir folgenden Themen nach:

  • Der Gutschein ist nur der Anfang
    Das Grundprinzip von Groupon & Co.
  • Gut planen und schulen
    Nur wenn Schnäppchenjäger zu Stammkunden werden, geht die Rechnung für den Anbieter auf.
  • Hier und jetzt
    Gutscheingeschäfte verlagern sich zunehmend auf lokale Anbieter und den mobilen Kanal.
  • Vielfältige Specials
    Die Bedeutung von LBS-Diensten wie Foursquare etc. im Gutscheingeschäft
  • Die Zukunft: Facebook, Konvergenz, Google
    Die Grossen holen auf, die Kleinen legen sich zusammen.

Der ganze Artikel in der aktuellen Marketing + Kommunikation (PDF-Download) sowie weitere Artikel rund um das Thema Onlinevertrieb.


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E-Business&E-Commerce 17 Aug 2011 12:10 am

Verschiedene Markenhersteller haben immer wieder versucht, den Vertrieb ihrer Produkte über Onlineshops zu verbieten oder einzuschränken. Nun hat sich endlich die Wettbewerbskommission der Sache angenommen und sich reichlich Zeit gelassen, denn diese Wettbewerbsverzerrung – v.a. im Haushaltgerätemarkt -  ist nun doch schon über 2 Jahre aktuell. Gut 1 Jahr dauerten nun die Untersuchungen.

Der heute kommunizierte Entscheid ist wegweisend und hat auch für andere Branchen Gültigkeit:

WEKO erklärt Behinderungen des Online-Handels für unzulässig

Mit Verfügung vom 11.07.2011 hat die Wettbewerbskommission (WEKO) ihre Untersuchung wegen Behinderung des Online-Handels im Bereich der Haushaltgeräte abgeschlossen. Die WEKO kommt zum Schluss, dass Verbote von Verkäufen über Online-Shops grundsätzlich unzulässig sind und Internetverkäufe nur unter sehr restriktiven Voraussetzungen beschränkt werden dürfen.

(…) Selbst im Falle von zulässigen Beschränkungen des Online-Handels dürfen damit jedoch keinesfalls Parallelimporte verhindert oder Preisbindungen an die Wiederverkäufer vorgegeben werden

Die WEKO bezeichnet in Ihrem Entscheid den E-Commerce als sehr wichtigen Vertriebskanal für einen funktionierenden Wettbewerb gegenüber der Tagesschau:
Tagesschau vom 16.08.2011


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