Feature Friday: KI-Beratung mit JUMBot

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Mit der schnellen Verbreitung und Anwendung von ChatGPT und anderen generative KI-Tools wurden auch immer mehr Anwendungsmöglichkeiten für den Onlinehandel aktuell. So hat beispielsweise Zalando im April einen Fashion-Assistenten basierend auf ChatGPT angekündigt (davon haben wir zumindest in der Schweiz bis jetzt noch nichts gesehen). Klarna, Salesforce und Shopify sowie andere haben bereits KI-Tools lanciert (mehr dazu in diesem Beitrag).

Ein schönes Beispiel einer KI-Anwendung eines Schweizer Händlers gibt es von JUMBO mit dem JUMBot. Wir durften diesen neuen Chat-Bot, den JUMBO im Mai online gestellt hat, kennenlernen und Marco Knecht, Leiter Plattform und Entwicklung bei JUMBO, hat uns mehr dazu erzählt.

Breites Sortiment, verteilte Daten

JUMBO ist eine Baumarktkette, die neben den klassischen Materialien für Freizeit-Handerker und DIY-Fans auch Outdoor-Produkte, wie Grill und Garteneinrichtung bis hin zu Sportgeräten und Tiernahrung verkauft. Das Produktportfolio ist also sehr breit. Oft sind die Produkte auch beratungsintensiv und anwendungsspezifisch: So ist es vergleichsweise einfach, ein Stand-up Paddel zu kaufen, bei der richtigen Wahl der Wandfarbe könnte es dann aber ohne Beratung schwieriger werden.

Aufgrund des breiten Sortiments, sind wiederum viele verschiedene Lieferanten im Spiel, welche die Produktdaten anliefern. Dies führt dazu, dass auch die Produktdatenqualität sehr unterschiedlich ist, die Produktinformationen in verschiedenen Systemen und Datenformaten verteilt sind und teilweise auch fehlen. So viel zur Ausgangslage von JUMBO.

Zugriff auf das gesamte Dateninventar

Mit dem JUMBot Projekt konnten diese zwei Pain Points für JUMBOperfekt adressiert werden: Benötigte breite Beratungskompetenz sowie verteilte, unstrukturierte Produktdaten.

Was den Beratungsteil angeht, so kann dank dem JUMBot nun jeder Kunde 24/7 online eine Frage stellen, wie beispielsweise: «Ich möchte einen feuchten Keller neu streichen, welche Farbe eignet sich?» Der JUMBot kann Fragen wie diese kompetent beantworten. Dabei erbringt die KI folgende Transferleistungen: 1) Frage verstehen, 2) Produkt oder Produktzubehör ermitteln, 3) beste Variante/Anwendung ermitteln, 4) Produktempfehlung, 5) Semantische Antwort via Large Language Model (LLM), 6) Optionale Sprachausgabe.

Was den Produktdatenteil angeht, so können in den JUMBot Daten aus diversen Datenquellen und Formaten ins «Gehirn» der künstlichen Intelligenz fliessen: Produktdaten, Bestände, Seiteninhalte, PDF, Excels oder Antworten vom Customer Care Team fliessen als Input in einen sogenannten «Vorhof». Dort werden die über 40 Algorithmen mit diesen Datensätzen trainiert und dort findet auch die oben beschriebene Transferleistung bei einer Nutzerfrage an den JUMBot statt; der JUMBot lernt damit bei jeder neuen Nutzerfrage dazu.

So funktioniert der JUMBot — Quelle: JUMBO

Positive Bilanz und nächste Schritte

Marco Knecht kann bisher ein sehr positives Fazit aus dem JUMBot-Projekt ziehen: Insgesamt sei das MVP sehr positiv angekommen, weshalb der Bot bereits weiter optimiert wurde, und noch viele Erweiterungen in der Pipeline sind. Ganz nach Omni-Channel-Best-Practice wurde der JUMBot Ende Mai dann auch schon in allen Verkaufsstellen und Servicestellen ausgerollt, wo ihn die Filialmitarbeiter als Unterstützung im Verkaufsgespräch nutzen können.

Noch ein Funfact zum Projekt: Der JUMBot selbst, also der Elefanten-Avatar aber auch der Name wurden natürlich ebenfalls mit Hilfe von KI generiert.

JUMBot in den Digital Commerce Sessions powered by SCORE!

Du möchtest mehr zum JUMBot-Feature und Projekt und vor allem aus erster Hand von JUMBO und dem Umsetzungspartner Frontnow erfahren? Dann sei am Freitag, 22. September dabei an der CONNECT, der der Messe von Alltron und BRACK.CH Business dabei.

In einer unserer «Digital Commerce Sessions powered by SCORE!» wird uns Lorenz Würgler, Head of E-Commerce bei JUMBO, verraten, wie sie es geschafft haben, den JUMBot in nur zwei Monaten erfolgreich zum Go Live zu führen und wieso man bei ihnen KI im Handel als riesige Chance sieht. Lennart Bernhard, Director Sales DACH bei Frontnow wird uns weitere Insights vermitteln: Wie und wo werden Chatbots und KI im Handel bereits eingesetzt? Macht es für mich als Unternehmen Sinn damit zu arbeiten? Hier kannst du dir dein kostenloses Ticket für die CONNECT sichern.


«Feature Friday»: Haben Sie auch ein spannendes Feature, das Sie kürzlich umgesetzt haben und worüber Sie gerne berichten würden? Oder haben Sie kürzlich eines entdeckt, über das Sie gerne mehr erfahren möchten? Wir freuen uns über entsprechende Hinweise an kontakt@carpathia.ch.



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