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Rakuten beteiligt sich an Pinterest mit 100 Mio und sichert sich damit wichtigen E-Commerce Traffic

Heute wurde bekannt, dass sich der japanische E-Commerce Riese Rakuten mit USD 100 Mio. an Pinterest beteiligt. Damit setzt Rakuten seine strategische Investitionen fort, nachdem sich die Japaner in der Vergangenheit u.a. an Buy.com, dem französischen PriceMinister oder auch an der deutschen Plattform Tradoria beteiligt haben.

Pinterest ist derzeit nicht nur eines der spannendsten US-Startups, sondern zwischenzeitlich auch schon ein wichtiger Traffic-Bringer in Onlineshops. Denn es kommt einem elementaren Bedüfnis der Anwender nach, das Web generell – und den E-Commerce speziell – visueller zu gestalten. Wir Menschen sind visuelle Geschöpfe und browsen lieber durch Bilder und lassen uns bildlisch inspirieren, statt lange Listen zu lesen.

Und genau da kommt eine Plattform wie Pinterest (oder auch Polyvore) gerade richtig. Der Anwender (noch vornehmlich weiblich)  kann in eigener Regie Produkt- und Anwendungsbilder sammeln, in neuen Sets zusammenfügen und mit Freunden teilen. Das eigene Sortiment verlässt den Kontrollbereich des Shops in Richtung Social-Platforms. Und der Traffic kommt zurück, exponentiell, und ist wertvoll – denn er bedeutet letztendlich Umsatz. Und da will sich Raktuten mit dieser Beteiligung an schönes Stück abschneiden und die Kontrolle über diesen wichtiger werdenden Traffic-Kanal beeinflussen.

Traffic-Quellen via shareaholic.com

Gem. dieser aktuellen Statistik von shareaholic (basierend auf 200’000 Websites und 270 Mio Usern) hat Pinterest in den ersten Monaten dieses Jahres in Sachen Traffic gar Twitter und Google+ überholt, ist jedoch ab März wieder leicht zurückgefallen. Pinterest sollte aber für jeden Shopbetreiber nicht nur mit Interesse beobachtet, sondern seine Shopseiten sollten zudem für Pinterest optimiert werden.

Mit der Beteiligung von Rakuten wird der Wert von Pinterest gem. FTD auf USD 1.5 Mrd. beziffert.

 

Thomas Lang

Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia Consulting GmbH, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Onlinevertriebskanäle sowie Referent an Konferenzen zum Thema E-Commerce.

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Onlineshopping – Handelszeitung Special zur Preisverleihung des Swiss E-Commerce Awards

Die Handelszeitung hat zum Anlass der Preisverleihung des 1. Swiss E-Commerce Award einen Special zum Thema “Onlineshopping” publiziert, für welches wir massgeblich für die Themenwahl und einzelne Inhalte verantwortlich waren.

Der Sonderbund gibt es auch auf unserer Website als PDF-Download.

Thomas Lang

Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia Consulting GmbH, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Onlinevertriebskanäle sowie Referent an Konferenzen zum Thema E-Commerce.

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Vom blinden Planen von Einkaufszentren und wie der E-Commerce den Immobilienmarkt beeinflussen wird

Gestern hat Patrick Kessler, Präsident Verband des Schweizerischen Versandhandels VSV, einen sehr lesenswerten Artikel zur immer schnelleren Logistik im E-Commerce publiziert.

Logistik wird ein immer wichtigerer strategischer Faktor im E-Commerce, um das “jetzt haben wollen” der Kunden befriedigen zu können. Amazon bietet in ausgewählten deutschen Regionen bereits same-day-delivery, also Lieferung am gleichen Tag für gewisse Sortimente Für Prime-Kunden zu sehr attraktiven Konditionen, auch wenn dies für Amazon wirtschaftlich noch nicht wirklich erfolgreich ist.

Was nun aber, wenn sich die Zustellung am gleichen Tag je länger je mehr etabliert, so wie Kessler schreibt:

Amazon scheint den Nachbrenner in Sachen Logistikzentren gezündet zu haben. Das Unternehmen baut weltweit gigantische Logistikcentren – in Kundennähe. Das Ziel ist klar: Ware schnellst möglich von A nach B zu bringen – nach dem “one stop shopping” kommt das “one day dropping” (oder vielleicht auch das “same day dropping”). 

Braucht es dann noch riesige Einkaufszentren wie wir sie heute kennen oder wie sie derzeit noch geplant sind? Kessler warnt:

Wenn man sich die Zahlen des Berichtes genauer anschaut, sollte jedem Einkaufscenterbetreiber mulmig werden. Da stampft ein Unternehmen reihenweise Logistikcentren aus dem Boden, welche die Grösse des grössten Einkaufscenters der Schweiz haben (Sihl City). Wer weiss wie gute Logistik funtioniert und rechnen kann, ist sich bewusst, dass eine solche Logistikfläche insbesondere bei Amazon mind. 2 mal mehr Ware drehen kann als ein sehr gut funktionierendes Einkaufszentrum.

Amazon ist auf dem Weg nach dem Buchhandel die gesame Handelslandschaft radikal umzpflügen. Was wir die letzten 15 Jahre erlebt haben, war höchstens der Start der Rakete. Amazon rüstet sich derzeit für den Launch in eine neue Umlaufbahn.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen der interessantesten Nebensätze an der letztjährigen K5-Konferenz hinweisen. Die Keynote wurde gehalten von Karl-Erivan Haub, Chef der deutschen Tengelmann-Gruppe. Er erwähnte darin unter anderem, welchen Impact der E-Commerce auf den Immobilien-Markt noch haben wird. Da werden Flächen frei, teilweise an bester Lage, was nachhaltige Veränderungen im Preisgefüge haben könnte.

Im VSV-Artikel beschreibt Patrick Kessler ein ähnliches Szenario, insbesondere warnt er eindringlich vor dem derzeitigen Neubau-Boom von Einkaufszentren:

Wenn man heute liest, dass es immer noch Pläne für neue Einkaufscenter gibt, fragt man sich schon, wer solche Pläne noch gutheissen und forcieren kann. Dass das eine oder andere Einkaufscenter aus Altesgründen ersetzt werden muss mag ja sein, aber zusätzliche Flächen hinstellen? 

Warum es riskant sein soll? Ich durfte diese Woche diverse Branchenexperten insbesondere aus dem Online-Handel treffen und in angeregten Diskussionen und Gesprächen folgende (für den Onlinehandel nicht sehr neue) Schlüsse zu ziehen: 

  1. Der klassische Buch- und Musikhandel als “todsicheren” Mieter im EInkaufscentrum gibt es nicht mehr. Die Digitalisierung und der Preiskampf im Markt beschleunigen diese Entwicklung – in der Schweiz kommt noch die Währungssituation EUR-CHF erschwerend dazu. Beispiel hierfür: Thalia kündigt an, aus dem Stücki in Basel auszuziehen. Alle Center weren in Zukunf Ankermieter aus dem Bereich Buch/CD verlieren - heute sind es meistens 3 – 4 solcher Anbieter, in Zukunft wird es vielleicht noch einer sein.
  2. Die stationären Elektronik-Händler leiden wie kaum eine Sparte. Die Margen erodieren zusehends – der Preiskampf ist härter denn je, die Vergleichbarkeit der Produkte dank Internet fast uneingeschränkt. Die einzigen Elektronikhändler die wachsen sind die Online-Händler. Die von Media-Saturn im Frühjahr publizierten Zahlen für die Schweiz (fast nur stationär) sprechen eine deutliche Sprache. Ergo: stationären Elektronikhändler werden in Zukunft genau rechnen müssen, wie gross ihre beanspruchte Fläche in Einkaufscentren noch sein soll – ich glaube, dass langfristig (wenn überhaupt) eher kleinere Flächen bezogen werden, vielleicht auch nur noch Abholshops betrieben werden. Wichtige Ankermieter werden den Centren abhanden kommen. 
  3. Es rollt eine textile Online-Welle auf uns zu. Zalando ist der Vorgeschmack auf das was noch alles kommt. Wenn aber die stationären Schuh- und Textilhändler immer mehr von Onine-Angeboten konkurriert werden, wird zwangsläufig die Flächenproduktivität zurückgehen, Disposition wird schwieriger, Margen werden kleiner, Flächen werden frei. Ankermieter werden Flächen aufgeben (müssen).
  4. Provokativ: Was dann noch bleibt sind H&M, C&A, Zara, Coop, Migros, Bäckerei, Drogerie und Starbucks. Braucht es dafür wirklch noch ein neues Einkaufscenter? Ist das dann noch der Platz, wo sich die neuen Konsumenten - die Digital Natives tummeln? Kaum.

Und ja: Die Veränderung findet nicht von heute auf morgen statt. Aber übermorgen. Und ein Einkaufscenter braucht 3 – 5 Jahre bis es auf Touren kommt. Wenn man heute ein Einkaufscenter plant, steht es vielleicht im Jahr 2015. Und dann braucht es 3 Jahre bis es läuft = 2018. Wenn wir heute 6 Jahre zurückblicken und uns überlegen wo wir 2006 gestanden haben? Genau darum würde ich heute als Investor/Pensionskasse keinen Franken in ein neues Einkaufscenter stecken wollen und mir  aber umso mehr Gedanken machen, wo es noch Raum für Logistikflächen gibt.

 

Thomas Lang

Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia Consulting GmbH, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Onlinevertriebskanäle sowie Referent an Konferenzen zum Thema E-Commerce.

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E-Commerce für Startups – alles outsourcen, ausser der Idee

Im Rahmen des Swiss E-Commerce Award habe ich den Kollegen von Startwerk ein Interview gegeben, wo die Chancen im E-Commerce generell und für Startups speziell sind. Die besprochenen Themen sind in den ausgesprochen gelungenen Artikel eingeflossen, den wir hier ebenfalls publizieren.

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Alles outsourcen, ausser der Idee

Die gute Nachricht gleich vorab: Es gibt nach wie vor Potential für Innovation, vielleicht sogar mehr denn je. Wer bei Konzeption, Kundenansprache und Umsetzung clevere Ideen und neue Modelle findet, hat trotz der steigenden Anzahl von Anbietern Aussichten auf Erfolg. Entscheidend ist die richtige Nische.

Innovationspotential erschliesst E-Commerce vor allem bei neuartigen Vertriebswegen. Auch bestehende Onlineshops lassen sich ausstechen, sofern man die richtige USP mitbringt.

Vorzeigehändler und ehemaliges Startup Zappos ist dafür ein gutes Beispiel. Mit einem attraktiven Serviceangebot hat Gründer Tony Hsieh den Schuhhandel nachhaltig umgekrempelt.

Der Blick von aussen

Laut Thomas Lang, Geschäftsführer von Carpathia und Initiant des E-Commerce Awards, bieten sich Chancen, wenn neue, motivierte Player unbelastet von althergebrachten Branchenstrukturen an die Sache herangehen. Wer analysiert, wo sich bestehende Anbieter mit Altlasten oder unflexibler Logistik herumplagen, findet Einstiegspunkte für eigene Geschäftsideen. Der E-Commerce eigne sich darum gut für disruptive Konzepte, weil der Handel traditionell von vielen Handelsstufen geprägt war. Ländervertreter, Generalimporteur und so weiter: Hier lassen sich Zwischenschritte gewinnbringend ausschalten.

So erklärt sich auch die ansehnliche Anzahl von Startups, die auf den E-Commerce-Markt drängen. Ein Teil davon geht auf E-Commerce-fokussierte Inkubatoren zurück. Solche sind oftmals weniger innovativ bei den Geschäftsideen, dafür umso mehr bei der Markterschliessung. Hier steht das schnelle Hochziehen von Kopien erfolgreicher Geschäftsmodelle im Vordergrund. Diese werden kapitalintensiv skaliert, um den Firmenwert zu erhöhen und sich vielleicht dereinst einen Exit ans Originalunternehmen vergolden zu lassen.

Bereiche, die demnächst durch neue Onlinehändler verstärkt unter Druck kommen dürften, sind laut Lang der Sport- und Möbelmarkt, sowie der Automarkt. Intelligente Onlineplattformen hätten hier Potenzial.

Alles outsourcen, ausser der Idee

Neue Konzepte wie Drop Shipping sind exemplarisch für den Trend der Spezialisierung im Onlinehandel. Bei diesem Modell hält der Shopbetreiber kein eigenes Lager vor, sondern lässt just-in-time direkt von Lieferanten versenden. Auch sonst: Skalieren ohne grosse Investitionskosten wird einfacher für junge Unternehmen – Experimente sind leichter möglich denn je.

Ein Startup, das in den Onlinehandel einsteigen will, finde deutlich kleinere Hürden vor als noch vor wenigen Jahren, so Lang. Etwa in der Logistik: Amazon beispielsweise bietet diese vom Lager über die Verpackung bis zum Versand als Dienstleistung. Gleichzeitig gibt es mittlerweile standardisierte und kostengünstige Shoplösungen.

Ein aufmerksamer Blick für Lücken im E-Commerce-Ökosystem kann sich ebenfalls lohnen. Als gutes Beispiel für diesen Ansatz nennt Lang das deutsche Startup Einfach-machen-lassen. Das Unternehmen betreibt ein Partnernetzwerk von Service-Technikern, die Technik-Shops für Installationsdienstleistungen zur Verfügung stehen. Ein Versand von Unterhaltungselektronik kann damit ein Servicepaket mitanbieten, ohne selbst zeitintensiv Partner zu suchen.

Das Fazit: Eine Lücke suchen und sich dort breitmachen – mit der richtigen Differenzierung bietet dieses Herangehen gute Chancen für Jungunternehmer.

Anzufügen sei dem noch, dass sich diese Empfehlungen primär an Startups richten, damit sich diese auf die Kernaufgaben konzentrieren können. Selbstverständlich sind im weiteren (erfolgreichen) Geschäftsverlauf verschiedene Optionen zu prüfen wie die Logistik selber zu übernehmen, denn diese ist ein elementarer Erfolgsfaktor.

Aber v.a. beim Neuaufbau einer E-Commerce Plattform kann es von Vorteil sein – auch im Sinne einer schnellen Time-to-Market – möglichst viele Aufgaben an kompetente Partner auszulagern um sich (auch wenn es sich abgedroschen anhört) auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren.

Thomas Lang

Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia Consulting GmbH, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Onlinevertriebskanäle sowie Referent an Konferenzen zum Thema E-Commerce.

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Der erste Swiss E-Commerce Champion heisst freitag.ch

Gestern war es soweit, die Preisverleihung des 1. Swiss E-Commerce Awards ging sprichwörtlich gesagt über die Bühne. Fast 100 Onlineshops, 130 Bewerbungen, 50 Nominierte lautete die Ausgangslage - das Ziel war, 10 Kategoriengewinner und 1. E-Commerce Champion zu küren.

Bereichert wurde die Verleihung von den drei intl. Top-Referaten von André Morys, Hannes Altmann und Jochen Krisch.

Zudem stellten Daniel Ebneter und Andreas von Gunten von Buch und Netz das neue Werk “E-COMMERCE KONKRET” vor, das ab heute nicht nur im Handel ist, sondern unter einer Creative-Commons Lizenz auch elektronisch frei verfügbar in diversen Ausführungen ist.

Der Hauptteil der Veranstaltung stelle jedoch die Preisverleihung dar.

Und das sind die Gewinner des 1. Swiss E-Commerce Awards:

  • Swiss E-Commerce Champion: freitag.ch
  • B2B Onlineshops: Storopack Schweiz AG mit storoshop.ch
  • B2C Onlineshops X-Small: Jordi AG mit printzessin.ch
  • B2C Onlineshops Small: Vinivergani & Co AG mit vergani.ch
  • B2C Onlineshops Medium: FREITAG lab.ag mit freitag.ch
  • B2C Onlineshops Large: World of Games GmbH mit wog.ch
  • B2C Onlineshops X-Large: Zalando GmbH mit zalando.ch
  • Spezialkategorie Mobile Shoplösungen: Ex Libris AG mit der exlibris.ch Mobile App
  • Spezialkategorie Social Commerce und Einsatz von Social Media: BRACK Electronics mit daydeal.ch
  • Spezialkategorie Visual Effects: FREITAG lab.ag mit freitag.ch
  • Spezialkategorie Newcomer Award: Pneu Joe AG mit pneujoe.ch

Die Rangliste mit den 5 Bestplatzierten pro Kategorie inklusive den Laudationes sind auf der Award-Website aufgeschaltet.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle die uns unterstützt haben, insbesondere auch unseren Sponsoren.

Einige Impressionen von der gestrigen Award Verleihung an der ONE Web-Business Messe.

Created with flickr slideshow.

Thomas Lang

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Trends im E-Commerce 2012 an der ONE Konferenz

Es ist schon fast Tradition; bereits im 5. Jahr halte ich zusammen mit Daniel Risch von Unic das Referat Trends im E-Commerce an der Frühjahrs IT-Messe in Zürich.

Gestern war es wieder soweit, und wir präsentierten die diesjährigen Trends und setzten zwei Spotlights. Zum einen auf das “Multichannel Orchester”, zum anderen auf “Mobile / Tablet Innovation”.

Thomas Lang

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Facebook-Likes auch stationär bei C&A – Social-Mutlichannel-Commerce

Die Aktion von C&A Brasilien bringt die Facebook-Likes zu einzelnen Produkten in den stationären Handel. Was online bereis ein wichtiger Faktor für die Kaufentscheidung sein kann, die Bewertung oder auch Likes von anderen, kann stationär kaum genutzt werden.

Hier versucht C&A in Brasilien Abhilfe zu verschaffen, in dem ein auf 10 Artikel beschränktes Sortiment an der Filiale mit den Facebook-Likes verknüpft wird. So wird bei der Produktwahl transparent, was in den sozialen Netzwerken gefällt.

Ich finde, eine sehr interessante Idee die noch viel Potential offen lässt. Zum einen könnten auch lokale Likes zugelassen werden, was dann effektiver “Social-Multichannel-Commerce” wäre.

Viel spannender in diesem Zusammenhang aber wäre, wenn sich der Kunde im Laden identifizieren liesse für seine Likes. Er könnte dann wahlweise nur die Likes seiner Freunde sehen – der Anbieter selber wiederum könnte den Kunden identifizieren und bei der Analyse der Customer-Journey auch den stationären Verkauf einbeziehen, was ansonsten bislang primär über Kundenkarten oder andere Loyalitäts-Programm möglich ist.

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(via Futurebiz)

Thomas Lang

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Wie klein darf ein Onlineshop sein?

Zugegeben, diese Frage ist leicht ironisch gemeint. Aber vor einem knappen Monat hat Ikea den kleinsten Onlineshop der Welt lanciert und integriert knapp 3’000 Produkte in einem Bannerformat.

Die Idee ist witzig, wenn gleich wohl wenig effizient und wohl unter dem Etikette “originell” zu verbuchen.

Nur schon das gewählte Flash-Format macht es zum Krepierer auf iOS-Geräten und die Instruktion, dass der Onlineshop 10.5 x 8.8 cm gross sei zeugt davon, dass die Idee wohl in einer (Print)Werbeagentur geboren wurde mit wenig Onlinekompetenz.

Rein strategisch gesehen sind solche “Satelliten-Shops” natürlich sehr interessant. Auch Amazon ist mit seinen Widgets omnipräsent und trägt damit sein Sortiment in neue Zielgruppen und -märkte.

Und hier das Video zur Werbeaktion von Ikea:

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Treffen Sie uns an der ONE / topsoft

Diese Woche ist es soweit und die ONE Messe - ONE place for web business; Internet, E-Commerce, Social Media und Online Marketing startet zum ersten Mal. Wir von Carpathia gehören zu den Mit-Initianten und hoffen, mit dieser neuen Messe dem Ziel einen grossen Schritt näher gekommen zu sein, dem Publikum eine Leistungsschau zeigen zu können und die zahlreichen Disziplinen, die im Web-Business zusammen spielen, zu präsentieren.

Ein Datum, ein Ort – und Sie finden alles, was es für den Online-Erfolg braucht und zwar in der individuellen Kombination wie es genau Ihr Online-Business benötigt.

Gerne stehen wir Ihnen auch für individuelle Beratungen zur Verfügung. Sie finden uns am Stand Nr. 33 gleich beim Forum, wo am 9. Mai ab 16 Uhr die grosse Preisverleihung des 1. Swiss E-Commerce Awards stattfindet.

Kontaktieren Sie uns per Onlineformular, hier als Kommentar im Blog oder via Twitter oder Facebook für einen persönlichen Beratungstermin. Wir freuen uns auf Sie!

Es wartet eine bislang selten dagewesene Konzentration an Onlinekompetenz auf Sie in der Messe Oerlikon am 9. und 10. Mai 2012, unter anderem mit

Jetzt Tickets sichern und an einem Datum an einem Ort alle relevanten Infos abholen – eben ONE.

Thomas Lang

Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia Consulting GmbH, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Onlinevertriebskanäle sowie Referent an Konferenzen zum Thema E-Commerce.

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Logistik ist Key auch bei Schweizer E-Commerce Anbietern – doch welches ist die richtige Strategie?

Kürzlich hat Amazon den Logistik-Dienstleister Kiva-Systems übernommen und damit einmal mehr die Relevanz von Logistik-Kompetenz unterstrichen. Gerade in Sortimentsbereichen wie Electronic, wo mit äusserst bescheidenen Margen von wenigen Prozenten gehandelt wird, kommt dieser Kompetenz eine weitere wichtige Bedeutung zu.

So denn auch die beiden führenden Schweizer Electronics-Anbieter Digitec und Brack, die zusammen auf ein Online-Volumen von 370 Mio kommen gemäss aktuellem Ranking:

Digitec

Heute gab Digitec-Mitgründer Florian Teuteberg eines der seltenen Interviews und sprach auch im Rahmen der strategischen Ausrichtung explizit auch vom Erfolgsfaktor Logistik:

Er betont aber auch, dass die Lagerbewirtschaftung sehr im Fokus der Firma steht.” Jeder, der seine Lagerbewirtschaft nicht sehr gut im Griff habe, komme früher oder später in Probleme, sagt Teuteberg. (…) Ein Risiko wäre es aber gewesen, hätte Digitec massiv in Lagerautomatisierung investiert. ”Voraussetzungen und Produktsortiment haben sich laufend gewandelt. Wir hätten uns jedes Mal falsch entschieden,”so die interessante Aussage Teutebergs.

Brack

Obige Aussage von Florian Teuteberg ist insofern interessant, dass gleichzeitig heute der Konkurrent Brack die Eröffnung seines neuen Lagers Mitte Juni angekündigt hat. Im vergangenen Jahr hat Brack das grösste Elektronik-Versandzentrum der Schweiz geplant.

Brack verfolgt die entgegengesetzte  Strategie und hat eben gerade massiv in die Lagerautomatisierung investiert, wie heute im Unternehmensblog zu lesen ist. Die Autostore-Anlage, die in Willisau installiert wurde, sei die grösste der Welt. 70 Roboter bewirtschaften aktuell 62’000 Rüstbehälter deren Anzahl jederzeit erweiterbar sei.

Welche Strategie die richtige ist, wird sich zeigen. Den Robotern zuschauen kann man bereits heute oder am 16. Juni vor Ort in Willisau:

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Thomas Lang

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